Stau in Slubice (Polen)
: Lange Wartezeiten Richtung Brücke und Frankfurt (Oder)

Aktuell gibt es in Slubice (Polen) viel Stau und Stillstand Richtung Stadtbrücke und Frankfurt (Oder). Der Grund dafür sind nicht bloß Tanktouristen.
Von
Thomas Gutke
Slubice
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Stau auf der Landesstraße 31 (DK31) in Slubice in Richtung Stadtzentrum

Stau auf der Landesstraße 31 (DK31) in Richtung Stadtzentrum und Frankfurt (Oder): Wer kann, sollte die Innenstadt von Slubice mit dem Auto meiden.

Thomas Gutke
  • In Słubice stockt der Verkehr Richtung Stadtbrücke und Frankfurt (Oder) massiv.
  • Seit dem Vormittag geht es auf Haupt- und Nebenstraßen nur im Schritttempo voran.
  • Auf der Landesstraße 29 und 31 bilden sich kilometerlange Staus bis ins Zentrum.
  • Ursache sind Rückreiseverkehr, Unfälle auf der E30 und Einreisekontrollen – plus Tanktourismus.
  • Tanken ist in Polen deutlich günstiger, weshalb viele auf Słubice ausweichen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Autofahrer brauchen am Dienstag (7.4.) nach Ostern in Słubice bei Frankfurt (Oder) viel Geduld. Seit dem Vormittag geht es auf zahlreichen Haupt- und Nebenstraßen in der polnischen Grenzstadt nur im Schritttempo voran.

Aus südlicher Richtung kommend stockt der Verkehr auf der Landesstraße 29 (Kościuszki) bereits ab dem Basar. Etwa ab dem Abzweig zur aleja Niepodległości geht dann (Stand 14.30 Uhr) so gut wie nichts mehr. Ein Grund dafür ist auch die nur eine Abbiegespur nach links Richtung Kreisel, Stadtbrücke und Frankfurt (Oder), auf die viele Pkws auf ihrer Durchreise nach Deutschland einfädeln wollen und damit die rechte Durchgangsspur blockieren. Es wird deshalb viel gehupt, vereinzelt stehen auch Autofahrer entnervt neben ihren Fahrzeugen, weil es nicht vorwärts geht.

Nicht viel besser sieht es auf der Landesstraße 31 (Wojska Polskiego) aus Richtung Norden kommend aus. Der Stau bis zum Słubicer Zentrum reicht hier über einen Kilometer zurück. Die Nebenstraßen Nadodrzańska am Oderdeich und Kopernika im Słubicer Norden sind ebenfalls zugestaut und damit nicht für eine Umfahrung zu empfehlen.

Urlauber, Autobahnstau, Spritpreise – Gründe fürs Verkehrschaos

Das Verkehrschaos hat mehrere Gründe. Nach den Feiertagen sind sowohl viele Urlauber als auch polnische Arbeitspendler auf dem Rückweg nach Deutschland. Auf der Autobahn E30 (A2 in Polen, die in Deutschland zur A12 wird) hat sich nach mehreren Unfällen und wegen der Einreisekontrollen kurz hinter der Grenze ein kilometerlanger Rückstau gebildet, der bis Rzepin reicht.

Der Blick auf Google maps zeigt es (rot) an: In den Straßen von Slubice bewegt sich am Dienstagnachmittag (7.4.) nicht viel.

Der Blick auf Google maps zeigt es (rot) an: In den Straßen von Slubice bewegt sich am Dienstagnachmittag (7.4.) nicht viel.

Screenshot Google maps

Viele Reisende weichen daher offenbar – wie schon bei ähnlichen Verkehrslagen in den vergangenen Monaten – auf den Grenzübergang Stadtbrücke in Słubice aus.

Hinzu kommt der anhaltende Tanktourismus aufgrund der großen Preisunterschiede. Auf deutscher Seite in Frankfurt (Oder) überschritt der Literpreis für Diesel am Mittag bei Esso im Mühlenweg (2,51 Euro) und bei Aral in der Berliner Chaussee (2,53 Euro) bereits die Marke von 2,50 Euro.

Der Andrang auf die polnischen Tankstellen hält an: Bei Shell in Slubice kostete der Liter Diesel am Dienstag (7.4.) 7,87 Zloty (umgerechnet 1,84 Euro) und der Liter E10-Benzin 6,21 Zloty (1,45 Euro).

Der Andrang auf die polnischen Tankstellen hält an: Bei Shell in Slubice kostete der Liter Diesel am Dienstag (7.4.) 7,87 Zloty (umgerechnet 1,84 Euro) und der Liter E10-Benzin 6,21 Zloty (1,45 Euro).

Thomas Gutke

Ein paar Kilometer weiter östlich war der Liter Diesel in Slubice für 7,87 Zloty (1,84 Euro), also fast 70 Cent günstiger zu haben. Mit bis zur 80 Cent sogar noch etwas größer ist der Preisunterschied gegenüber den Frankfurter Tankstellen bei Super E10 (6,21 Zloty, umgerechnet rund 1,45 Euro).