MOZ+MOZ+Geschichte in Frankfurt (Oder)
: Von Nazis aus der Stadt verdrängt, deportiert in den Tod

Nirgendwo in Brandenburg wurden mehr Stolpersteine verlegt als in Frankfurt (Oder) – die ersten vor 20 Jahren. Nun kommen weitere für eine jüdische Kaufmannsfamilie dazu. Was über sie bekannt ist.
Von
Thomas Gutke
Frankfurt (Oder)
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Impfen Historisch: Blick auf die Häuserreihe „Sieben Raben“ beim Rathaus an einem Markttag im Frühjahr 1930. Das vierte Haus von links, in der Mitte der Häuserreihe, Große Scharrnstraße 66 bzw. Markt 4, besaß zu dieser Zeit der Tapeten- und Linoleumhändler Hugo Brückmann. Ein Jahrhundert zuvor gehörte es dem Stadt- und Amtschirurgen Johann Gottfried Simon (1768-1833), der hier in seinem Haus die Frankfurter gegen die Pocken impfte. Dieses Haus war Frankfurt erstes „Impfzentrum“.

Blick auf die Große Scharrnstraße in Frankfurt (Oder) im Frühjahr 1930: Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten drei Jahre später verschlechterte sich die Lage für viele jüdische Bürger der Stadt dramatisch.

unbekannter Fotograf / Stadtarchiv Frankfurt (Oder)