Offensichtlich hatten es am 16. März Betrüger am Telefon auf Bewohner in Frankfurt (Oder) abgesehen. Sechs Betroffene zeigten bei der Polizei an, dass unbekannte Personen mit unterschiedlichen Geschichten versuchten, an hohe Geldsummen der angerufenen Personen zu gelangen.
Von Verkehrsunfällen mit getöteten Personen bis hin zu Corona-Spritzen, die bezahlt werden müssen, reichte das erfundene Spektrum. In allen Fällen erkannten die Angerufenen den Betrugsversuch, doch einmal hatten die Betrüger Erfolg:

Masche: Angeblicher Verkehrsunfall einer Bekannten

Gegen 11.30 Uhr rief ein Andreas Neumann an, der sich als Polizeibeamter aus Berlin ausgab. Er erzählte einer 89- jährigen Frankfurterin, dass ihre Bekannte aus Berlin einen Verkehrsunfall verursacht hätte, bei dem ein beteiligter Fahrradfahrer so schwer verletzt wurde, dass er verstorben sei. Um eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung zu umgehen, sei eine Kaution in fünfstelliger Höhe notwendig. Diesen Geldbetrag wird jemand an der Wohnungstür der betagten Frau abholen. So geschah es gegen 16 Uhr. Da kam ein Mann im Auftrag des Polizeibeamten Neumann und quittierte sogar den Empfang des Geldes. Gegen Abend rief die Seniorin bei ihrer Bekannten in Berlin an und erfuhr, dass diese gar keinen Unfall hatte.