Theater-Festival in Frankfurt (Oder): Unithea 25 – Werbung für die Stadt

2024 bildete ein Techno-Theater den Abschluss von Unithea in Frankfurt (Oder). Was ist 2025 geplant? (Archivfoto)
Janine Reinschmidt- Das Theater-Festival Unithea feiert sein 25. Jubiläum am 13. und 14. Juni in Frankfurt (Oder).
- Studierende der Viadrina organisieren das Festival, das internationale Künstler anzieht.
- Veranstaltungen sind kostenlos, Tickets können online oder vor Ort gebucht werden.
- Es gibt Performances, Workshops und Konzerte in verschiedenen Locations der Stadt.
- Das Festival stärkt die kulturelle Szene und bietet wertvolle Praxiserfahrung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Lila-Gelb ist eine eher ungewöhnliche Farbkombination im Stadtbild von Frankfurt (Oder). Und so stechen die knallbunten Plakate von Unithea bei einem Spaziergang durch die Stadt sofort ins Auge. Auch dieses Jahr holt das Theater-Festival wieder internationale Künstler auf die Frankfurter Bühnen und bietet für ein Wochenende (13. und 14. Juni) kostenlose Kultur. Welche Rolle spielt das Festival für die Studierenden? Macht Unithea die Viadrina zu einem besseren Ort zum Studieren?
Zum 25. Mal findet das Festival dieses Jahr statt. Seminarleiterin Ira Helten spricht bei der Vorbereitung auf dieses Jubiläum über das Festival und darüber, wie Unithea Frankfurt bereichert.

Eines der auffälligeren Plakate in Frankfurt (Oder). Unter dem Slogan „Leidenschaft“ will Unithea auch dieses Jahr Besucher ins Theater locken.
Ole RockrohrStudenten der Viadrina planen das Theater-Festival selbst
Hinter dem Unithea steht ein Jahr harte Arbeit und akribische Vorbereitung. Die Studierenden belegen das Seminar für Unithea an der Viadrina und arbeiten gemeinsam an der Planung des Kulturfestivals. Dafür teilen sie sich, je nach Interessensfeld und Können, in verschiedene Gruppen auf. Eine Gruppe organisiert die Künstler und das Programm, eine weitere kümmert sich um die Finanzen. Andere gestalten den Social-Media-Auftritt von Unithea. So entsteht das gesamte Festival in studentischer Handarbeit.
Das sei eine Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln, wie die Studierenden erzählen. Vor allem für die, die sich später einen Job im Event-Management vorstellen können, ist Unithea ein hilfreicher Abstecher in die Praxis. So lernen sie bei der Planung, welche Anträge für kulturelle Förderung es gibt, wie diese Fördermittel beantragt werden können oder wie das Programm für so ein Festival entsteht. Das weckt die Eigeninitiative: „Ich labere meine Freunde seit einem halben Jahr damit voll“, erzählt Clara, eine der Studentinnen, begeistert über ihre Arbeit im Unithea-Team.
Unithea als Chance, Potenzial von Frankfurt (Oder) zu erkennen
Dass die Studierenden mit Feuereifer bei der Sache sind, merkt auch Seminarleiterin Ira Helten. Auch wenn einige der Kursteilnehmer manchmal einen Motivationsschub bräuchten, schätzen sie die realitätsnahe Erfahrung neben dem sonst eher theoretischen Unialltag. Dabei kann die Arbeit für Unithea auch ein Realitätsschock sein, so die Seminarleiterin. Die Studierenden müssen Verantwortung übernehmen. Sie lernen, mit Absagen oder anderen Schwierigkeiten umzugehen sowie Aufgaben an andere zu delegieren.

Die große Werbung am Kleist Forum in Frankfurt (Oder) soll noch einmal Werbung für Unithea machen.
Ole RockrohrDabei ist die Arbeit an dem Projekt nicht nur eine Möglichkeit für die Studierenden, den eigenen Horizont zu erweitern und einen Einblick in die Planung solcher Veranstaltungen zu bekommen. Die Seminarleitung sieht darin auch eine Möglichkeit für die Stadt, die Teilnehmer vom Leben an der Oder zu überzeugen. „Unithea ist eine Chance, das Potenzial von Frankfurt zu erkennen“, so Ira Helten. Die Studierenden können bei ihrem Engagement für Unithea erleben, dass die Stadt sich sehr darum bemüht, kulturelle Veranstaltungen zu ermöglichen und tatkräftig zu unterstützen.
Mit dem Wissen, welche Förderungen die Stadt ermöglicht, können sie in Zukunft auch eigene Veranstaltungen oder Projekte in Frankfurt umsetzen. Den ein oder anderen Studierenden könne man so auch von Frankfurt (Oder) als Lebensmittelpunkt überzeugen, ist sich Ira Helten sicher.
Unithea überzeugt internationale Studenten von Frankfurt (Oder)
Damit spricht das Thema Unithea auch viele internationale Studierende an der Viadrina an. Fast die Hälfte der Teilnehmer kommt aus dem Ausland. Die schätzen, neben der Praxiserfahrung, vor allem die Möglichkeit zu netzwerken. Gerade für jene, die kein oder nur rudimentäres Deutsch sprechen, ist es manchmal schwer, in der Stadt Fuß zu fassen.
Das Festival bietet ihnen die Chance, mit anderen Studierenden in Kontakt zu kommen. Außerdem können die Kursteilnehmer so verschiedene kulturelle Angebote und interessante Orte in der Stadt kennenlernen. Das ist eine Chance für die Uni und die Stadt, den internationalen Charakter der Viadrina zu erhalten.
Frankfurt (Oder) lockt Künstler aus aller Welt
Die internationale Ausprägung der Uni überträgt sich auch auf die Künstler. Mehr als 70 Bewerbungen sind diesmal eingegangen. Insgesamt sechs Performances aus verschiedenen Nationen haben den Zuschlag bekommen. Alle Bewerbungen durchzugehen und für das Festival passende auszuwählen, war für die Studierenden ein ziemlicher Kraftakt, erzählt Ira Helten. Doch es habe sich gelohnt: Voller Stolz blickt das Unithea-Team auf das kulturelle Angebot für dieses Jahr. Dabei hätte man Künstler gewinnen können, die ohne dieses Festival vermutlich nicht nach Frankfurt gekommen wären, sagt sie.
Dafür haben die Veranstalter auch wieder ganz besondere Örtlichkeiten als Spielstätten auserkoren – so gibt es etwa eine Vorstellung in der Tiefgarage des Collegium Polonicum. Auch dieses Jahr ist der Besuch der Veranstaltungen kostenlos. Die Tickets sollten nur vorher über die Website von Unithea gebucht werden. Für spontane Besuche gibt es aber auch ein Kontingent an Tickets, die vor Ort kurz vor der Veranstaltung erhältlich sind.
Wann gibt es was bei Unithea 2025 in Frankfurt (Oder) zu sehen?
Freitag, 13.06.
Eröffnung
- 19 Uhr im Kleist Forum
- Mit Grußworten von Lea Nienhoff, Kulturreferentin der Stadt Frankfurt (Oder), Janine Nuyken, Vizepräsidentin der Europa-Universität Viadrina, und Florian Vogel, Künstlerischer Leiter am Kleist Forum
Sojourn
- Performance von „Not One Not Two“
- 19.30 Uhr im Kleist Forum (Hinterbühne)
Salvation (Glitter doesn´t care I´m a boy)
- Drag Ritual von „Shlomi Moto Wagner“
- 21 Uhr im Kleist Forum (Studiobühne)
Ina West
- Konzert und audiovisuelle Performance
- 22.30 Uhr im Kleist Forum (Unterbühne)
Samstag, 14.06.
Psychoanalyse des Geldes
- Workshop von „Deepfake Situations“
- 15.30 Uhr und 17.30 Uhr im Blok O
Bodies we fall for
- Performance von „Nayla T. Karacosta“
- 19.30 Uhr im Theater des Lachens
Alice D
- Performance von „Jenny Wübbe“
- 21.15 Uhr im Collegium Polonicum (Tiefgarage)
Aftershowparty
- 22.30 Uhr im Blok O



