Überfall in Swiecko: Wechselstube in Brand gesetzt – 51-Jähriger angeklagt

In Świecko (Polen) brannte eine Wechselstube, die Mitarbeiterin wurde schwer verletzt. Jetzt wurde der Verdächtige angeklagt.
Bartosz Kulej/Lubuska Policja- Brandanschlag auf Wechselstube in Świecko (Polen) – Mitarbeiterin schwer verletzt.
- Täter forderte Geld, zündete brennbare Flüssigkeit an und floh.
- Opfer erlitt Verbrennungen an 20 % der Haut; lebenslange Entstellungen.
- Zweiter Überfall in Boczów – Täter flüchtete ohne Feuer zu legen.
- 51-Jähriger wegen versuchten Mordes und Raubüberfalls angeklagt – droht lebenslange Haft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In einem Video der Polizei in Lubuskie ist zu sehen, wie die polnische Feuerwehr einen Brand in einer Wechselstube löscht. Was nicht zu sehen ist: Vorher rettete sich die Mitarbeiterin noch aus dem in Flammen stehenden Häuschen. Allerdings nicht, ohne Verbrennungen ersten, zweiten und dritten Grades an etwa 20 Prozent ihrer Haut zu erleiden. Die Bezirksstaatsanwaltschat in Gorzów spricht von „schweren Verletzungen und dauerhaften, erheblichen Entstellungen“.
Bei dem Vorfall handelte es sich nicht etwa um einen tragischen Unfall, sondern um die Folgen eines Raubüberfalls, über den Staatsanwaltschaft und Polizei nun informiert haben: In Świecko, gleich hinter der Grenze und der A12 beziehungsweise polnischen A2, im Landkreis Słubice, betrat ein Mann demnach an einem Morgen den Kantor. Er verlangte laut Polizei Geld und übergoss die Scheibe, die ihn von der Kassiererin trennte, mit einer brennbaren Flüssigkeit, zündete diese an und floh.

In Świecko (Polen) brannte eine Wechselstube lichterloh. Jetzt wurde ein Mann angeklagt.
Bartosz Kulej/Lubuska PolicjaMann greift in Polen Wechselstube an – das sagt die Polizei
Drei Monate später, knapp 30 Kilometer weiter östlich in Boczów bei Rzepin, in der Nähe vom jährlichen Garbicz-Festival: fast dasselbe Vorgehen zu einer ähnlichen Uhrzeit. Mit einem waffenähnlichen Gegenstand und einem Kanister fordert ein Mann den Kassierer der Wechselstube auf, ihm Geld zu geben. Der leistet Widerstand, der Täter verschüttet zwar eine Flüssigkeit, zündet sie diesmal jedoch nicht an, sondern flieht. Der erste Vorfall fand im März dieses Jahres statt, der zweite im Juni.
Wie Polizei und Staatsanwaltschaft jetzt informiert haben, sei der Tatverdächtige inzwischen festgenommen worden. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei, der Polizei in Gorzów und der Anti-Terror-Einheit der Polizei hätten in die Wojewodschaft Westpommern im Norden geführt. Dort sei bereits im Juli ein 51-Jähriger festgenommen und für drei Monate in Untersuchungshaft genommen worden.
Versuchter Mord: Verdächtigem droht Gefängnis – lebenslang
Die Staatsanwaltschaft hat mittlerweile Anklage erhoben, wegen zweifachen versuchten Raubüberfalls mit einem gefährlichen Werkzeug, Zerstörung von Eigentum von erheblichem Wert sowie wegen versuchten Mordes. Der Festgenommene soll bereits umfassende Erklärungen zu den Vorwürfen abgegeben haben, „die hinsichtlich der Fakten mit den bisher in der Sache gesammelten Beweismitteln übereinstimmen“, informiert die Staatsanwaltschaft.
Allerdings habe er angegeben, dass er weder versucht habe, einen Mord zu begehen, noch Sachbeschädigungen zu verursachen – das Feuer sei versehentlich entstanden, versicherte der Mann. Laut Staatanwaltschaft sei er zwar nicht vorbestraft, führe mit seiner Familie „ein geregeltes Leben“ und gehe einer Arbeit nach. Dennoch drohe ihm für die ihm vorgeworfenen Taten eine lebenslange Freiheitsstrafe.

