Vatertag bei Frankfurt (Oder): Bier und Oldtimer – Besucheransturm am Helenesee

Das erste Fass ist traditionell immer Freibier und Karl aus Fredersdorf (2.v.l. ) zapfte das erst Bier für seine Kumpels.
René Matschkowiak- Vatertag am Helenesee bei Frankfurt (Oder): Besucheransturm und 100 Oldtimer.
- Daniel Grabow, Pächter, hofft auf Einhaltung des Fünf-Jahres-Plans zur Seesanierung.
- Götz Ziaja vom Frankfurter Brauhaus zapfte das erste Freibier.
- Alte Fahrzeuge: Audi 80, Ford A und rotes Mustang-Cabrio begeistern.
- Fest geht bis Samstag, Sonntag steht der Kindertag im Mittelpunkt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
An einem muss Daniel Grabow, Pächter des Helenesees, nicht zweifeln: der Treue der Frankfurter. Besonders an Christi Himmelfahrt ist auf sie Verlass. Schon kurz nach Beginn des Festes (29.5.) füllten sich die Wege und Wiesen mit Hunderten Besuchern, und im Laufe des Tages wurden es nochmal deutlich mehr.
„Ich hoffe, alle halten sich an den Fünf-Jahres-Plan zur Sanierung des Sees“, sagte Grabow bei der Eröffnung und blickte dabei auf den Zaun, der das Gewässer derzeit noch von Badegästen trennt – ein Thema, das in Frankfurt (Oder) regelmäßig für Diskussionen sorgt. Doch an diesem Donnerstag waren alle gekommen, um ausgelassen zu feiern.
Kräftige Hiebe mit dem Holzhammer am Helenesee
Götz Ziaja vom Frankfurter Brauhaus stand mit dem gefüllten Traditionsfass Frankfurter Pilsner bereit – zum Anzapfen. In diesem Jahr fiel die Ehre einem Zuschauer zu: So wenige Schläge wie möglich sollten es sein, bis das Bier floss. Karl aus Fredersdorf brauchte zwar acht kräftige Hiebe mit dem Holzhammer, doch seine Freunde feierten ihn als Helden – schließlich erhielten sie das erste Freibier.

Tina Söllner gehört an Christi Himmelfahrt am Helenesee zum festen Programm – und begeisterte auch in diesem Jahr.
René MatschkowiakObwohl das Himmelfahrtsfest am Helenesee nicht mehr unter dem Titel „Brauereifest“ läuft, hat sich an der guten Zusammenarbeit mit dem Brauhaus laut dessen Marketingchef nichts geändert. Sein Wunsch: viel Durst bei den Besuchern. Und der ließ nicht lange auf sich warten – denn mit Kinderstrecke, Flohmarkt, Oldtimertreffen und Kulturdarbietungen auf der Bühne am Hauptstrand war die Veranstaltung weit mehr als nur eine kleine Vatertagssause: ein echtes Volksfest.
Oldtimer begeistern beim Fest am Helenesee
Besonders beliebt war auch der Oldtimerbereich mit amerikanischen und deutschen Fahrzeugen, die teils schon viele Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Rund 100 Fahrzeuge nahmen laut Jörn Jencke an der Ausfahrt vom Treffpunkt Messe zum Helenesee teil. Er selbst war mit drei Autos vertreten – auch wenn zwei davon inzwischen neue Besitzer haben.
Seinen eigenen Audi 80 Typ 81 Coupé entdeckte Jencke übrigens während einer Zugfahrt nach Berlin – beim Blick aus dem Fenster. Ein Jahr später fuhr er erneut vorbei: Der Wagen stand immer noch unbewegt im Garten. Über Google Maps fand er den Besitzer, nahm Kontakt auf – und kaufte das Auto schließlich für eine Kiste Bier, wie er schmunzelnd erzählt. Der Zustand sei miserabel gewesen, aber das Fahrzeug immerhin noch zu retten.
Direkt nebenan zog ein baugleicher Audi mit auffälligem Rallye-Design die Blicke auf sich. „Das ist aber nicht der von Walter Röhrl“, lachte Sebastien Quast, der extra aus Dresden angereist war. Das Design sei an den Audi von Michèle Mouton aus dem Jahr 1982 angelehnt – eine der wenigen Frauen im professionellen Rallyesport. „Ich mache viele Menschen glücklich“, so Quast über seine Autobahnfahrt zur Helene. Auch unter all den anderen Fahrzeugen sei sein Audi ein Hingucker.
Ebenso viel Aufmerksamkeit bekamen Robby und Sara Sischka aus Beeskow mit ihren beiden Ford A aus den Jahren 1929 und 1931. Die Besonderheit: Die Oldtimer gehören nicht nur zu den ältesten am Platz – sie werden im Alltag genutzt. „Wir fahren damit einkaufen und ins Café“, sagte Robby Sischka. „Manchmal auch eine Dirt-Rallye durch Sand und Matsch.“ Die Hot Rods tragen Spuren des Gebrauchs, Rost inklusive. „So sieht man, dass das Auto gelebt hat. Ich muss nicht auf jeden Kratzer achten“, meinte der Beeskower gelassen. Sorgen mache ihm jedoch die Zukunft: Aufgrund von Trumps Zollpolitik seien Ersatzteile aus den USA bereits 2020 deutlich teurer geworden. Ähnliche Entwicklungen befürchtet er erneut. Auf sein Hobby verzichten ist für ihn aber keine Option.

Die fast hundert Jahre alten Ford A Modelle waren mit die ältesten Fahrzeuge beim Oldtimertreffen am Helenesee. Robby und Sara Sischka nutzen sie sogar im Alltag.
René MatschkowiakWie man Oldtimerleidenschaft und Volksfeststimmung kombiniert, zeigten Matthias und Simone Dorn. Ihr rotes Mustang-Cabrio parkte inmitten der Klassiker, während die beiden passionierten Turniertänzer stilecht gekleidet vor der Bühne für einen echten Hingucker sorgten.
Die Feierlichkeiten am Helenesee dauern noch bis Samstag (31.5.) an – dann mit deutlich mehr Trucks und Linedance auf der Bühne. Und am Sonntag (1.6.) wird schließlich der Kindertag im Mittelpunkt stehen.
