Vereinsleben: Nach Kickboxen nun auch Cross-Fit
Boxen, Eltern-Kind-Sport, Kickboxen und ab März auch noch die recht junge Trainingsmethode CrossFit – die Boxabteilung des Eisenbahnersportvereins erweitert erneut ihr Angebot und reagiert damit auf eine wachsende Nachfrage.
Seit knapp zwei Jahren trainieren im Box-Gym des Eisenbahner Sportvereins an der Kamiethhalle regelmäßig Kick- und Thaiboxer. Aus dieser Gruppe gab es immer wieder Anfragen, ob die ESV-Boxabteilung nicht auch CrossFit als Krafttraining anbieten könnte. Zudem stieß Lizenztrainer Tom Wilhelm auf eine zweite Gruppe Interessenten: „Sehr viele Leute, die ich kenne, wollen nicht ins Fitnessstudio und an Geräte, weil sie dort allein sind. Aber sie wollen etwas für ihren Körper tun.“ Für sie biete sich CrossFit als optimale Alternative an.
Diese Fitnesstrainingsmethode verbindet Elemente aus verschiedenen Sportarten. „Sie ist damit sehr vielseitig. Man trainiert unter anderem Ausdauer, Koordination, Kraft, Beweglichkeit und Schnellkraft. Es ist ein Ganzkörpertraining und man arbeitet viel mit dem eigenen Körpergewicht“, beschreibt Tom Wilhelm, der seit seinem sechsten Lebensjahr Kampfsport betreibt und dabei immer wieder auf CrossFit-Übungen zurückgreift, die manch älterer Sportler noch aus Kraft- und Zirkelkreisen kennt: Seilspringen, Hampelmänner, Liegestütze und Ausfallschritte sind einige der Übungen. „Wir bauen Klimmzugstangen ein, Medizinbälle und nutzen die Boxecke. Bei Übungen mit Gewichten entscheidet jeder selbst, ob er mit Kurz- oder Langhanteln und mit welchem Gewicht trainieren will“, klärt der 25-jährige Trainer weiter auf. CrossFit sei das allerbeste Training für die Fettverbrennung – das sei wohl ein wichtiger Grund, warum Frauen so daran interessiert seien. Die Fitnessstunde wird meist als Stationsbetrieb mit 45-Sekunden-Übungen und Pausen aufgebaut. Begonnen wird mit einer Erwärmung, Dehnungen bilden den Abschluss. Mit dem gelernten Sportfachmann Tom Wilhelm haben die Trainierenden jemanden an ihrer Seite, der Hilfestellung gibt und notfalls korrigiert, damit die Übungen technisch sauber ausgeführt werden. Deshalb soll die Gruppe, die er aufbauen will, auch nicht mehr als zehn Personen umfassen. Bei großer Nachfrage könnte eine zweite Gruppe gebildet werden.
Für das Alter gebe es beim CrossFit keine Grenzen, weil es eben individuell angepasst werden kann, sagt Wilhelm. Man sollte bei diesem intensiven Sport aber verletzungsfrei sein. Das Training soll offiziell Mitte März starten und findet freitags um 16.30 Uhr statt, es wäre aber auch zu späterer Stunde möglich, sollte das Interesse dahingehen.
Währenddessen erlebt das Kickboxen eine Erfolgsgeschichte beim Verein. 25 Frauen und Männer zwischen 20 und 40 Jahren machen mit. Sie sind Arzt, Handwerker, Mechatroniker, Student. „Das hat sich wirklich positiv entwickelt. Junge Leute wollen Kampfsport machen, nicht so sehr wegen des Kampfes, sondern weil er sehr vielseitig ist“, weiß Box-Abteilungsleiter Uwe Köppen. Der ESV schließe damit eine Lücke, da Kampfsport in Frankfurt woanders nicht mehr angeboten werde, dafür in Slubice. Weitere Interessenten kann der ESV derzeit aus Platzgründen nicht aufnehmen. Aber eine Gruppe für Kinder, die kann sich Tom Wilhelm noch vorstellen.
Weitere Infos/Kontakt: www.esv-boxen-ff.jimdo.com, Tel.: 0176 63746828 (Uwe Köppen)


