Er hat vor den Vereinten Nationen per Videoübertragung gesprochen, vor unzähligen nationalen Parlamenten – jetzt wird sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, aus Kiew zugeschaltet, am kommenden Dienstag (17.01.) unter anderem mit Studierenden der Viadrina in Frankfurt (Oder) austauschen. Geplant ist ein digitales Gespräch, das live an der Europa-Universität sowie allen Berliner Universitäten übertragen wird. Das teilte die Pressestelle der Europa-Universität mit.
Die Veranstaltung an der Viadrina findet aufgrund des sehr großen Interesses von Viadrina-Angehörigen im Audimax statt (und nicht, wie zunächst angedacht, in Hörsaal 4 des Gräfin-Dönhoff-Gebäudes). Ein Besuch der Präsenz-Veranstaltung ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich und wird für Studierende und Mitarbeitende der Viadrina angeboten. In Berlin findet die Veranstaltung für angemeldete Studierende im Fritz-Reuter-Saal der Humboldt-Universität, Dorotheenstraße 24, Berlin-Mitte statt.

Online-Stream auf YouTube verfügbar

Für alle darüber hinaus Interessierten wird die Online-Veranstaltung zusätzlich live im Internet als Stream in deutscher Sprache zur Verfügung gestellt, der ohne vorherige Anmeldung unter folgendem Link verfolgt werden kann: https://www.youtube.com/watch?v=T_kphp-GbF8
Nach Angaben von Frauke Adesiyan von der Pressestelle der Europa-Universität kam der Kontakt für den Termin bereits im Sommer 2022 zustande. „Damals war eine Botschaftsdelegation für einen Austausch über unseren Ukraine-Schwerpunkt an der Viadrina“, erklärt sie. Mit 184 Studierenden stellen Ukrainerinnen und Ukrainer die größte Gruppe ausländischer Studierender nach Polinnen und Polen (322). Hinzu kommen mehr als 60 an der Hochschule Beschäftigte, die aus der Ukraine stammen.

Präsidentinnen blicken mit Spannung auf den Termin

„Universitäten sind Orte der Wissenschaft, der Debatte und des gesellschaftlichen Dialogs. In langjährigen, engen Partnerschaften verbinden uns nicht nur professioneller Austausch und wissenschaftliche Neugier, sondern auch freundschaftliche Kontakte mit Akteurinnen und Akteuren der ukrainischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft“, erklärt Prof. Dr. Eva Kocher, Geschäftsführende Präsidentin an der Viadrina. „Viele unserer Forschenden und Studierenden beschäftigen sich nicht erst seit dem russischen Angriff auf die Ukraine intensiv mit Fragen der ukrainischen Geschichte und Gegenwart. Daher freuen wir uns sehr, dass Präsident Selenskyj sich die Zeit für einen digitalen Austausch mit unseren Studierenden nimmt.“
Auch die ehemalige Viadrina-Präsidentin und neue Präsidentin der Humboldt-Uni, Prof. Dr. Julia von Blumenthal, blickt dem Termin mit Spannung entgegen: „30 Jahre nach Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der Ukraine und Deutschland und fast ein Jahr nach der Ausweitung des russischen Angriffskrieges auf das gesamte Gebiet der Ukraine ist es wichtiger denn je, dass wir die Ukraine als demokratischen Staat in Europa wahrnehmen und die Stimme der Ukraine aufmerksam hören. Ich danke Präsident Selenskyj sehr, dass er sich persönlich Zeit nimmt, zu den Studierenden unserer Universitäten zu sprechen und sich ihren Fragen zu stellen.“
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