Wichern in Frankfurt (Oder)
: Warum Vorstand Gabriele Floßmann Diakonie verlässt

Änderung bei der Wichern Diakonie in Frankfurt (Oder): Die Vorstandsvorsitzende Gabriele Floßmann verlässt nach zwei Jahren die Stadt. Wie sie den Schritt begründet.
Von
Lisa Larossa
Frankfurt (Oder)
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Gabriele Floßmann wünscht sich einen Diakonie-Spirit bei Wichern in Frankfurt (Oder).

Gabriele Floßmann ist neue Vorstandvorsitzende der Wichern Diakonie in Frankfurt (Oder)

Gabriele Floßmann war zwei Jahren lang Vorstandvorsitzende der Wichern Diakonie in Frankfurt (Oder). Jetzt geht sie.

René Matschkowiak
  • Gabriele Floßmann verlässt nach zwei Jahren die Wichern Diakonie in Frankfurt (Oder).
  • Ihr letzter Arbeitstag ist der 15. September 2023.
  • Floßmann begründet den Schritt mit persönlicher Neuorientierung und Zeit für die Familie.
  • Sie hatte als Vorstand einen Anteil an den guten wirtschaftlichen Ergebnissen der Diakonie.
  • Der Aufsichtsrat sucht nun öffentlich nach einer neuen Vorstandsvorsitzenden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Wichern Diakonie in Frankfurt (Oder) muss einen neuen Vorstand suchen. Gabriele Floßmann verlässt die Oderstadt. Sie trat diese Stelle 2023 an und folgte damit auf Kai Stähler. Dieser war 2018 in die Fußstapfen von Matthias Kube getreten, der 21 Jahre lang als Vorstand der Diakonie gearbeitet hatte.

Wie die Wichern Diakonie in einer Pressemitteilung informierte, wird Gabriele Floßmann nun ihr Amt als Vorstandsvorsitzende niederlegen und die Region verlassen. Am 15. September ist ihr letzter Arbeitstag, heißt es auf Nachfrage.

Warum Floßmann die Wichern Diakonie Frankfurt (Oder) verlässt

„Nach sorgfältiger Abwägung persönlicher und beruflicher Aspekte“ habe sie sich zu diesem Schritt, der ihr nicht leichtgefallen sei, entschieden. Sie nehme sich „zunächst bewusst etwas Zeit für mich und meine Familie, um mich anschließend beruflich neu zu orientieren“, heißt es in der Pressemitteilung.

„Ich bin überzeugt davon, dass gute Führung auch bedeutet, den richtigen Zeitpunkt für den eigenen Abschied zu erkennen“, sagt Gabriele Floßmann. „Und ich gehe in dem Bewusstsein, dass jeder Abschnitt im Leben seinen eigenen Wert hat und jeder Abschnitt gleichwohl seine Zeit hat – auch das Loslassen und Weitergehen.“ Die Diakonin, Sozialarbeiterin und Mediatorin hatte zuvor als Stiftungsvorstand der Diakonie Westsachsen in Zwickau gearbeitet.

Wichern Diakonie: Anteil an guten wirtschaftlichen Ergebnissen

Vor wenigen Wochen hat die gebürtige Thüringerin noch mit dem Wildpark der Gronenfelder Werkstätten 25. Geburtstag gefeiert. Aber nicht nur dem Wildpark stattete sie in ihrer Zeit als Vorstandsvorsitzende einen Besuch ab. „In den zurückliegenden zwei Jahren habe ich großes Engagement in den Einrichtungen des Vereins und seiner Tochtergesellschaften erleben dürfen. Dabei habe ich viele Mitarbeitende, Beschäftigte, Bewohner und Klienten kennengelernt“, berichtet sie.

Wichern Vortsandsvorsitzende Gabriele Floßmann und Wildparktleiter Nico Pietak schneiden die Torte zum 25. Jubiläum an.

Gabriele Floßmann und Wildparktleiter Nico Pietack schnitten Anfang Juli die Torte zum 25. Jubiläum des Wildparks an.

René Matschkowiak

„Ich bin dankbar für die wundervollen Begegnungen und bereichernden Erfahrungen, die ich hier in Frankfurt (Oder) sammeln durfte.“ Die „gemeinsame Zeit, die vielen Gespräche, Erfolge und Herausforderungen“ auf dem gemeinsamen Weg hätten bleibende Eindrücke hinterlassen.

„Sie hat in ihrer Amtszeit persönlich einen wichtigen Anteil an den guten wirtschaftlichen Ergebnissen“, heißt es vom Aufsichtsratsvorsitzenden Ulrich Junghanns. „Möge es ihr gelingen, auf ihren neuen Wegen persönlich und beruflich Erfüllung zu finden. Das wünschen wir Frau Floßmann sehr.“

Der Aufsichtsrat akzeptiere ihre persönliche Entscheidung und dankt ihr „herzlich für ihr Engagement in und für unsere Wichern-Gemeinschaft“. Man werde sich nun sofort daran machen, in einem öffentlichen Verfahren eine neue Vorstandsvorsitzende oder einen neuen Vorstandsvorsitzenden zu gewinnen.