Winterferien
: Ski-Verleih in Frankfurt (Oder) boomt trotz schneefreier Winterferien

Ski werden viel ausgeliehen, Schlitten verkaufen sich jedoch schlecht.
Von
René Matschkowiak
Frankfurt
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  • Urlaub vorbei, Ski zurück: Wohlbehalten hat Karsten Krüger seinen Winterurlaub beendet und bringt seine ausgeliehenen Ski zurück zu Jürgen Holzäpfel.

    Urlaub vorbei, Ski zurück: Wohlbehalten hat Karsten Krüger seinen Winterurlaub beendet und bringt seine ausgeliehenen Ski zurück zu Jürgen Holzäpfel.

    René Matschkowiak
  • Quasi unverkäuflich in diesem Winter: Holz- und Plastikschlitten wie hier im Toom-Baumarkt

    Quasi unverkäuflich in diesem Winter: Holz- und Plastikschlitten wie hier im Toom-Baumarkt

    René Matschkowiak
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Ein Winter ganz ohne Schnee, das ist auch in der Oderstadt nicht die Regel. In den aktuellen Winterferien kann der Schlitten der Schulkinder getrost im Keller bleiben, dafür ist man gut mit einem Regenschirm ausgestattet. Nicht einmal Eis kratzen müssen Autofahrer. Schlittschuh fahren kann man zwar in der Eishalle in Słubice. Aber für Langlauf-Fans allerdings, die dann auch gerne im Rosengartener Stadtforst unterwegs sind, ist der Winter ein Totalausfall.

Der einzige Skiverleih in der Oderstadt zieht jedoch eine gute Bilanz nach dem Januar. „Sensationell“ sagt Jürgen Holzäpfel, Inhaber von Holzinger Sport in der Karl-Marx-Straße, über den Skiverleih und Ski-Service in diesem Winter, den er anbietet. „Zu zwei Dritteln verleihen wir Alpin-Ski, der Rest sind Langlaufski“, so der Sport-Experte. Hauptsächlich entscheiden sich die Frankfurter für den Verleih in ihrem Heimatort, weil sie die meist überfüllten Skiverleihe in den Skiorten vermeiden wollen. Zudem bietet Holzinger gute Preise für gutes Material an. Jürgen Holzäpfel ist selbst begeisterter Langläufer und will im nächsten Jahr nochmal beim größten weltweiten Langlaufrennen, dem Wasalauf in Schweden, starten. Trainieren kann er dafür allerdings auch nur weit entfernt.

Zufrieden mit dem Verleihservice war Karsten Krüger. Gerade bringt er seine Alpin-Ski und Skischuhe nach dem Winterurlaub zurück. "Wir fahren nicht jedes Jahr, aber jetzt sollte es mal wieder sein“, erzählt er. Spindlermühle im tschechischen Riesengebirge war sein Ziel. „In unserer Urlaubswoche waren die Schneebedingungen gut“, sagt Karsten Krüger. „Allerdings setzte bei unserer Abreise und pünktlich zum Ferienbeginn die Schneeschmelze ein.“ Braune Stellen auf den Pisten waren dann keine Seltenheit mehr.

Für viele Frankfurter sind das Erzgebirge und das Riesengebirge beliebte Wintersportgegenden. Zwar ist Österreich auch in diesem Jahr schneesicherer, aber die Anreise auch mindestens doppelt so lang. Mit kleinen Kindern kann das zur Qual werden. „Zum Glück hat sich das Winterwetter in der aktuellen Woche im Riesengebirge gebessert“, freut sich Robert Lange, der gerade vor Ort ist. Rochlitz an der Iser in Tschechien war sein Ziel. „Samstag bis Montag war das Wetter hier sehr bescheiden. Skifahren ging gerade so auf technischem Schnee. Aber am Dienstag hat es gut geschneit und der Rest der Woche soll auch nicht so schlecht werden.“ Die Hauptmotivation für die Reise ins Gebirge sei neben dem Erlernen des Skifahrens tatsächlich gewesen, den eigenen Kindern mal wieder Schnee zu zeigen, sagt Robert Lange.

Noch ist der Winter zwar nicht zu Ende, aber auch für die nächsten Tage zeigt sich kein Wintereinbruch. Historisch sind dann nicht nur die warmen Temperaturen, sondern dass es an keinem einzigen Wintertag eine geschlossene Schneedecke gab.

Gartenbedarf wird nachgefragt

Wer die Hoffnung auf Schnee noch nicht aufgegeben hat, bekommt noch einen Schlitten im Toom-Baumarkt. „Die Nachfrage nach Schlitten war eher schlecht in diesem Winter“, lächelt Garten-Abteilungsleiter Marko Genz. Deswegen wurden die schon etwas nach hinten geräumt. Dafür wurden die letzten Monate Garten-Baustoffe nachgefragt, schließlich gab es auch kaum gefrorene Böden. Jetzt wollen die Leute schon Pflanzen kaufen und freuen sich auf das Frühjahr, sagt Marko Genz. Seiner Meinung nach sei das allerdings noch etwas früh.