Adventszeit: Weihnachtsbier aus Rathausbrauerei ist heißt begehrt

Frisch gezapft: Bernd Norkeweit und Oliver Wittkopf (v.r.) von der Fürstenwalder Rathausbrauerei haben wegen der großen Nachfrage in der Vorweihnachtszeit viele Flaschen zu füllen.
Christina SlezionaSpezielle Zutaten wie Zimt und ähnliches, was man von einer weihnachtlichen Kreation erwarten könnte, seien aber nicht enthalten, betont Norkeweit. „Es ist ein süffiges Bier, das traditionell nur aus Wasser, Hopfen, Malz und Hefe gebraut wird.“ Extremes käme für den Bierliebhaber nicht in Frage. „Wir sind eine einfache Kleinbrauerei und wollen verkaufen, was allen schmeckt“, sagt er.
Bier in sechs Kesseln gebraut
Vier Wochen muss das Bier in den Kupferkesseln im historischen Gewölbekeller des alten Rathausgebäudes brauen. Dann kann es nach Bedarf in Einliter–Bierflaschen abgezapft werden. Neben dem Weihnachtsbier steht auch der klassische Pilsner in drei weiteren Kesseln bereit. Eigentlich, erklärt Norkeweit, habe man ganzjährig auch ein Roggenbier und das Krüger Kersten–Schwarzbier im Angebot, die allerdings zugunsten des Weihnachtsbieres gerade nicht angeboten werden können.
Eine Ein–Liter–Flasche kostet neun Euro. Bringt man sie aber ausgespült zurück und lässt nachfüllen, kostet der Liter noch 3,50 Euro. Da die Brauerei selbst keine Reinigung anbietet, sei das die einzige Möglichkeit, sagt Norkeweit. Im Sinne der Nachhaltigkeit sehe er darin aber kein Problem.
Wer mehr über die historischen Hintergründe des Bierbrauens in Fürstenwalde wissen möchte, kann sich für einen Rundgang im Museum, das Norkeweit ebenfalls betreut, anmelden. Die Leidenschaft Norkeweits für Genuss hört aber nicht beim Bier auf. Zusammen mit den Köchen der Brandenburger Kochfamilie setzt er sich außerdem für mehr Wertschätzung regionaler Produkte ein. Sein Höhepunkt in diesem Jahr war ganz klar das Event rund um den Tag des Bierkarpfens, an dem zwölf neue Rezepte aus ganz Brandenburg vorgestellt wurden.
Jahresstart mit Grüner Woche
Im kommenden Jahr geht es in der Grünen Woche für ihn weiter. Dann wird er – wie andere Kleinbrauereien der Region – auf der Brandenburger Bierstraße im Auftrag der Fürstenwalder Rathausbrauerei unterwegs sein und die neue Biersorte, den "Torwächter“, präsentieren.
Über die Weihnachtsfeiertage geht es in der Brauerei aber erst einmal gemächlicher zu. Vom 23. Dezember bis zum 1. Januar bleibt sie geschlossen. Nur am 27. Dezember macht Norkeweit noch eine Ausnahme. Die restliche Zeit möchte er mit seiner Familie in Ruhe genießen.