Aktion: Zwillingsbäume schmücken die Stadt

Groß und prächtig: Der Weihnachtsbaum, der heute an den Dom versetzt werden soll, stand 25 Jahre lang im Vorgarten von Herbert und Margit Quellmalz aus Alt Glom.
Christina SlezionaEigentlich, so erzählt Margit Quellmalz, waren es mal zwei Fichten in ihrem Garten. Der Zwilling ging jedoch schon vergangenen Winter auf die Reise zum Trebuser Festplatz. Durch einem Aufruf in der MOZ wurde die 67–Jährige damals zum ersten Mal auf die Spendenaktion aufmerksam. „Die Bäume nehmen zu viel Licht und die Wurzeln machen uns die Wiese kaputt. Da kam es uns gelegen, dass die Stadt Fürstenwalde Weihnachtsbäume suchte“, sagt die Rentnerin. In dem Moment war für das Ehepaar klar, dass auch der zweite Baum gespendet wird. Stolz ist Margit Quellmalz auf ihre hochgewachsenen Fichten allemal. „Sie sind sehr schön und eignen sich ideal als Weihnachtsbaum“, sagt sie.
Blautanne für Trebus
Auch die Blautanne auf dem Grundstück von Gina Volkmann in Fürstenwalde muss weichen. Der etwa acht Meter große Baum wird auf dem Trebuser Festplatz seine neue Aufgabe als Blickfang für den Weihnachtsmarkt antreten. Die Blautanne wurde ihr im Vordergarten einfach zu sperrig, erzählt die 47–Jährige. „Wir wollen das Grundstück neu vermieten, deshalb muss sie gehen.“ Das Fällen übernimmt ein Fachbetrieb.
Zwei weitere Bäume von anderen Fürstenwalder Spendern, die mit etwa 14 Metern noch deutlich höher sind, werden am Mittwoch gefällt und abtransportiert. Sie sind für Marktplatz und Platz am Stern bestimmt.
Revierförster Martin Müller ist sehr dankbar für die Spenden. Viele Angebote seien schon über das ganze Jahr hinweg eingegangen. Alle Bäume können jedoch nicht genommen werden, erklärt der Förster. So müsse ein idealer Weihnachtsbaum einen geraden Stamm haben und gleichmäßig gewachsen sein, was zum Beispiel auf Exemplare in einer Baumreihe nicht zutreffe.
Der Standort sei ebenfalls ein entscheidendes Kriterium. „Der Baum darf maximal fünf Meter von der Straße entfernt stehen, sonst kommt der Lkw–Kran nicht mehr ran“, erklärt Müller. Prinzipiell sei aber jede gängige Nadelbaumart möglich. Am ehesten hätten sich jedoch vier Sorten als Gartenlieblinge etabliert: Die Blaufichte, die Küstentanne, die Kolorado–Tanne und die Douglasie gehören dazu, sagt Revierförster Müller.