Angriff in Fürstenwalde
: Mädchen erleidet am Bahnhof Stichwunde – gleichaltrige Tatverdächtige

Ein junge Frau wurde am Bahnhof Fürstenwalde verletzt. Eine Gleichaltrige soll für die Verletzung verantwortlich sein. Was bislang bekannt ist.
Von
Manja Wilde
Fürstenwalde
Jetzt in der App anhören

Am Bahnhof in Fürstenwalde erlitt eine Jugendliche eine Stichverletzung. Verantwortlich soll dafür eine junge Frau im gleichen Alter sein (Archivbild).

Frank Lorenz

Eine Jugendliche soll in Fürstenwalde (Oder-Spree) eine andere Jugendliche mit einem spitzen Gegenstand in den Oberschenkel gestochen haben. Die 16-Jährige wurde bei dem Angriff auf einer Fußgängerbrücke am Bahnhof am Mittwochabend (14. Juni) verletzt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Sie ist in ein Krankenhaus gebracht worden, sagt Polizeisprecher Roland Kamenz auf Nachfrage. Die Tat ereignete sich gegen 21.30 Uhr. „Die Geschädigte wandte sich an die Leitstelle, und die Rettungsstelle hat uns informiert“, erklärt Kamenz.

„Wir haben erst mit der Geschädigten gesprochen und dann die Beschuldigte aufgesucht“, berichtet der Sprecher. Da sich die beiden 16-Jährigen kennen, konnten die Polizisten die mutmaßliche Täterin relativ schnell an ihrer Wohnanschrift in Fürstenwalde antreffen.

Drogentest schlägt an

Ein Drogenschnelltest schlug bei dem Mädchen positiv auf Cannabis und Amphetamine an. Auch habe sie eine geringe Menge Betäubungsmittel bei sich gehabt.

Worum es sich bei dem spitzen Gegenstand handelt, werde von der Kriminalpolizei ermittelt. „Es gibt dazu unterschiedliche Aussagen, aber ein Messer war es nicht“, sagt Kamenz. Der Gegenstand sei noch nicht gefunden worden.

Die Polizei habe bei der Beschuldigten eine sogenannte Gefährderansprache vorgenommen. „Die Kollegen haben sie aufgefordert, derartige Taten künftig zu unterlassen und nicht weiter auf die Widersacherin einzuwirken.“ Da das Gespräch in der Wohnung der Beschuldigten stattgefunden habe, seien die Eltern des Mädchens anwesend gewesen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen ist die mutmaßliche Täterin bislang nicht polizeilich in Erscheinung getreten. Beide Mädchen wohnen in Fürstenwalde, sagt Kamenz.

Zeugin für die Tat

Für die Tat habe es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine unabhängige Zeugin gegeben. Jedenfalls taucht in der Polizeiakte noch eine Frau auf, deren Alter nicht zu dem der Mädchen passe.

Es ist nicht das erste Mal, dass es am Bahnhof Fürstenwalde zu Gewalt kam. So wurde beispielsweise am 14. Mai ein 19-Jähriger, der mit dem Zug ankam, von fünf bis sechs Personen angegriffen und gegen den Kopf getreten. Am 4. Februar hatte die Polizei ebenfalls einen Vorfall gemeldet – damals hatte ein 22-Jähriger Autos beschädigt. Die herbeigerufenen Beamten wurden aus einer Gruppe Jugendlicher mit Flaschen beworfen und ins Gesicht geschlagen.