Sind es Malereien oder Fotografien? Auf den ersten Blick kann man es nicht genau erkennen, was seit Sonntag im Kunstkabinett des des Bad Saarower Scharwenka-Kulturforums zu sehen ist. Die Berliner Fotografin Claudia Haarmann verreißt mit der Kamera ihre Aufnahmen, und so werden Spiegelungen auf dem Wasser zu abstrakten Bildern, Gräser und Bäume wirken verschwommen, ohne die Wirklichkeit zu verfälschen.
Ihre Motive entdeckt sie in der Natur, vor allem in der Moorlandschaft nordöstlich von Bremen. Über persönliche Kontakte fand die Mitarbeiterin der Humboldt-Universität den Weg nach Bad Saarow. „Ich finde, dass meine Ausstellung sehr gut passt in diese wasserreiche Landschaft mit Moor und sogar in die Moorstraße, wo sich das Scharwenka-Haus befindet“, sagt die 55-Jährige bei der gut besuchten Eröffnung. Das findet auch Detlev Achhammer, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Kunstraum Saarow, der seine Räumlichkeiten bis 17. März zur Verfügung stellt. Er würdigt, dass Claudia Haarmanns Bilder im Moment entstehen und nicht nachgearbeitet werden, was bei der digitalen Fotografie gang und gäbe sei.
Claudia Haarmann fotografiert seit ihrer Jugend, 2010 stieg sie von analoger zu digitaler Fotografie um. Seit 2012 stellt sie regelmäßig aus, unter anderem in Berlin auf der Art Kreuzberg oder in der Open Air Gallery Oberbaumbrücke. Ihre dekorativen großen Fotografien verkauft sie auch.