Auto in Fürstenwalde: Was bei der Autowäsche nach dem Winter zu beachten ist

Ein Auto in einer Waschanlage. Die Fahrzeugpflege ist jetzt nach dem Winter besonders wichtig. Was dabei beachtet werden muss erklärt ein Lackierermeister aus Fürstenwalde.
Christophe Gateau/dpa- Nach dem Winter rät Lackierermeister Sebastian Wunsch zur gründlichen Autowäsche.
- Vorwäsche, Radkästen und Unterboden mit Sprühstrahl reinigen – Salz fördert Rost.
- Unterbodenwäsche in Tankstellen-Programmen nutzen; Rostprüfung in der Fachwerkstatt.
- Textillappen statt Bürsten, um Mikrokratzer zu vermeiden; Kratzer ggf. aufbereiten lassen.
- Wachs nur einmal vor und einmal nach dem Winter – zu viel macht den Lack matt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Rollsplitt, Streusalz, Schnee, Eis und Dauerfrost haben deutliche Winterspuren an Autos in Fürstenwalde hinterlassen. Mit steigenden Temperaturen und ersten Sonnenstrahlen wollen viele Fahrzeugbesitzer zur Autowäsche.
Wie der Lack dabei keinen Schaden nimmt, weiß Sebastian Wunsch, Geschäftsführer der Autolackiererei Wunsch in Fürstenwalde.
Um sein Auto nach dem Winter richtig zu waschen, empfiehlt der 47-jährige Maler- und Lackierermeister die Tankstellen-Waschstraße oder Waschbox. Zuerst sollte man eine Vorwäsche machen. „Um den groben Dreck abzubekommen.“ Alternativ sollte man die Radkästen auskärchern, auch den Sprühschlauch unters Auto halten. „Denn das Salz von der Straße frisst sich ins Auto rein.“ Und das führe zu Rostbildung, schweren Schäden, teuren Reparaturen.
Fachmann in Fürstenwalde rät ab von ständiger Autowäsche mit Wachs
Wichtig sei auch die Unterbodenwäsche, betont Wunsch, der auch Obermeister der Maler- und Lackiererinnung Oder-Spree ist. Entsprechende Programme gebe es an vielen Tankstellen. Ob der Unterboden schon rostet, das könne nur die Fachwerkstatt begutachten. Dort werde dann auch entrostet und neu versiegelt. „Danach fragen aktuell viele Kunden“, sagt der Chef in zweiter Generation des Familienunternehmens, das es schon 45 Jahre in Fürstenwalde gibt. Viel zu tun gab es wegen des Winters schon im Januar. „Das Auto ist ja immer noch des Deutschen liebstes Kind.“

Am Firmensitz des Familienunternehmens aus Fürstenwalde im Autofocus: Sebastian Wunsch ist nicht nur Geschäftsführer der Autolackierei Wunsch GmbH sondern auch Obermeister der Maler- und Lackiererinnung Oder-Spree.
Alexander WinklerUm möglichst lange einen schönen Lack am Auto zu haben, empfiehlt Sebastian Wunsch eine Autowäsche mit Textillappen. „Bürsten sorgen für Mikrokratzer, die sieht man besonders gut in der Sonne.“ Diese kann man mit Lackfarben selbst auffüllen oder zur Aufbereitung eine Werkstatt aufsuchen.
„Den Lack sollte man nach der Autowäsche unbedingt mit Wachs versiegeln“, fügt er an. Das sollte aber nur einmal vor und einmal nach dem Winter passieren. „Man kann öfter in die Waschstraße fahren, das schadet nicht. Aber sollte nicht immer das Wachs-Programm wählen.“
Denn zu viel Versiegelung schadet dem Autolack mehr, als es nützt. „Wer über einen längeren Zeitraum Wachs aufbringen lässt, macht seinen Lack eher matt.“ Diese Schicht könne man zwar wieder herunterholen, „aber das geht nur in der Fachwerkstatt mit Lackpolitur, Schleifpaste und Neuversiegelung. Dann glänzt der Lack auch wieder schön.“

Kein schöner Anblick: Der Winter hat an Autos auch in Fürstenwalde sichtbare Spuren hinterlassen. Bahnen von Salz und Straßenschmutz kleben am Lack. Was tun?
Cornelia Link-AdamIst das Fahrzeug sauber, sollte man jetzt auch nach Steinschlägen schauen, die über den Winter durch Rollsplitt entstanden sind. „Auch das schadet dem Lack, führt zum Rostansatz.“ Hierbei helfe die Fachwerkstatt ebenfalls gern, betont der Fürstenwalder.

