Bauprojekt
: Neuer Turmaufsatz und neues Dach

Bauarbeiter haben das marode Kirchengebäude in Reichenwalde eingerüstet. Die Sanierungsarbeiten können beginnen.
Von
Bernhard Schwiete
Reichenwalde
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Vor der eingerüsteten Kirche: Ernst-Wolfgang Neumeister vom Reichenwalder Gemeindekirchenrat

Bernhard Schwiete

Die Notwendigkeit der Maßnahme ist auch für Laien erkennbar. Der Fachwerk–Aufsatz auf dem Turm ist schief, das Dach des Schiffs wird im Innern von provisorischen Holzstützen abgesichert. „Der Turm hat sich geneigt, weil das Holz des Fachwerks wegfault“, erläutert Neumeister. Zur Sanierung werde der Aufsatz abgebaut und dann komplett neu errichtet, wobei im Sinne des Denkmalschutzes soweit möglich auch altes Material verwendet werde. Beim Dach der Kirche müssen faulende Querbalken erneuert werden. Dazu wird die Decke geöffnet. Damit dies möglich ist und die Kirche vor Regen geschützt bleibt, wird noch das Dach überbaut, nach dem selben Prinzip wie beim Jagdschloss in Fürstenwalde, so Neumeister.

Rund 500 000 Euro fließen nach seinen Angaben in die Sanierung. Drei Viertel davon kommen als Fördermittel aus dem EU–Leaderprogramm, den Eigenanteil schultern die Kirchengemeinde, der Kirchenkreis und die Landeskirche. Einen Zuschuss gibt es außerdem von der Gemeinde Reichenwalde. „Darüber freuen wir uns, denn die Kommune hat auch nicht so viel Geld“, sagt Neumeister.

Wenn es optimal laufe, werden die Bauarbeiten noch dieses Jahr beendet, kündigt er an. Sicher ist das aber nicht. Man sei daher bereits am „Knobeln“, was ein mögliches Ausweichquartier für Weihnachten betrifft. Bis auf weiteres dient der Saal der Wohnstätten der Hoffnungstaler Stiftung als Ausweichquartier für die Gottesdienst. Für Weihnachten ist dieser aber erfahrungsgemäß zu klein.

Der Reichenwalder Förderkreis Kirchensanierung setzt unterdessen seine Arbeit fort. Auch dieses Jahr gibt es ein Veranstaltungsprogramm, bei dem Spenden eingeworben werden sollen. Das Geld fließt dann in die Innensanierung der Kirche.