Begegnungsstätte
: Schmuckkästchen in Mönchwinkel ist fast fertig

Mönchwinkel feiert am Sonnabend die Einweihung seiner Begegnungsstätte auf dem Gelände des Heimatmuseums.
Von
Anke Beißer
Mönchwinkel
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  • Hübsch hergerichtet: Der angedeutete Backsteinbau beherbergt die neue Begegnungsstätte von Mönchwinkel.

    Hübsch hergerichtet: Der angedeutete Backsteinbau beherbergt die neue Begegnungsstätte von Mönchwinkel.

    Anke Beißer
  • Hölzerner Giebel: Am Nebengelass sind Nistkästen angebracht.

    Hölzerner Giebel: Am Nebengelass sind Nistkästen angebracht.

    Anke Beißer
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Nun kann das Domizil in Besitz genommen und mit Leben erfüllt werden. Der Ortsbeirat und die Vereine des 265–Seelen–Dorfes freuen sich über die gewonnenen Möglichkeiten — und laden am Sonnabend, von 12 bis 17 Uhr, zu einem bunten Einweihungsfest ein.

Im Budget–Rahmen geblieben

Für Marco Baur vom Grünheider Bauamt ist das Vorhaben fast Geschichte. Von den 20 Gewerken, die an dem Projekt mitgewirkt haben, liegen inzwischen zwölf Schlussrechnungen vor. Das Budget für die Stätte steht mit rund 644 000 Euro im Haushalt. „Es sieht so aus, dass wir in dem Rahmen geblieben sind, ihn wahrscheinlich nicht komplett ausschöpfen mussten“, ist Baur zuversichtlich. Überraschungen habe es nur im Nebengelass gegeben, das als Heizungsraum sowie Werkstatt dient. Dessen Dach musste, statt nur repariert, komplett erneuert werden — und sieht jetzt um so hübscher aus, bietet zudem zehn Fledermausquartieren und vier Nistkästen für Mauersegler Halt.

Die Begegnungsstätte selbst ist zu einem kleinen Schmuckstück geworden. Bodentiefe Fenster sorgen für einen lichtdurchfluteten Raum, der mit bis zu 18 Tischen und 60 Stühlen ausgestattet werden kann. Auch für die Terrasse, die noch eine Markise als mögliche Überdachung erhält, stehen Tische und 24 Stühle bereit. Gemeindevertreter und Ortsbeiratsmitglied Tobias Thieme ist die Freude über das Domizil anzumerken. „Für den großen Raum haben wir uns für Eichenparkett entschieden, das an den alten Dorfsaal erinnert“, nennt er ein Beispiel für die Liebe zum Detail.

Er verweist zudem darauf, dass die Mönchwinkeler zu dem Projekt durchaus ihren finanziellen Beitrag geleistet haben. Der Jugendclub und ein weitere Grundstück wurden veräußert, um das Vorhaben realisieren zu können. Das bisherige Gemeindehaus bleibt als solches erhalten. Laut Thieme wird es weiter als Treffpunkt für Vereine und den Ortsbeirat genutzt. Dort gebe es zudem einen Pächter eines Wochenenddomizils und eine kommunale Wohnung. „Das Gebäude hat Mönchwinkel in den 1950er–Jahren von einer Frau vererbt bekommen. Pacht und Miete decken die laufenden Kosten“, erklärt er.

Jetzt geht es also ans Beleben des Domizils. Ideen, so Thieme, gebe es viele. Der Museumsbesuch kann nun mit Workshops für Klassen und andere Besuchergruppen gekoppelt werden. Ab 2020 wird es Angebote für unterschiedliche Projekttage geben. Zudem soll die Jugendarbeit angekurbelt werden. „Wir sind da im Gespräch mit einem potenziellen Ehrenamtler, der sich kümmern würde“, deutet Thieme an.

Die Interessengemeinschaft Natur und Geschichte (Mönchwinkel/Spreeau) will mit dem Nachwuchs zudem heimatgeschichtlich arbeiten und einen Lehrpfad bauen. Dank der Küche kann gekocht und gebacken werden. "Wir planen, mit der Brandenburger Kochfamilie, ein Zusammenschluss von Köchen, Kurse anzubieten.“ Natürlich biete das Haus auch beste Voraussetzungen für Familienfeiern, könne dafür im Grünheider Rathaus gemietet werden.

Einweihung mit Spiel und Spaß

Das alles ist Zukunftsmusik, erst einmal steht die Einweihungsfeier samt Kinderfest an. Für die jüngsten Besucher gibt es Ponyreiten, eine Hüpfburg, ist das Eltern–Kind–Zentrum mit Angeboten vor Ort. Zudem wird ein Clown für Spaß sorgen. Musik aus der Konserve steuert DJ Gerald bei. An das leibliche Wohl ist ebenso gedacht.

Die Frauengruppe übernimmt die Versorgung mit Kaffee und Kuchen. Torsten Kleinschmidt und Frank Busch – zwei Mitstreiter besagter Brandenburger Kochfamilie – wollen regionale Produkte grillen. Es gibt frisches Brot aus dem Backofen und dazu diverse Aufstriche. Außerdem legt das Löschboot des Feuerwehrvereins Fürstenwalde an und schenkt Rathausbräu sowie rote Fassbrause aus.