Betrug in Fürstenwalde: Liebesbetrüger ergaunert tausende Euro – das rät die Polizei

Soziale Medien und Dating-Plattformen bieten potenziellen Betrügern genug Anonymität für ihre Verbrechen. Wenn die Betroffenen bemerken, dass sie einem Betrug aufgesessen sind, und sich an die Polizei wenden, ist es oft schon zu spät. Diese schmerzhafte Erfahrung musste nun eine Frau aus Fürstenwalde machen (Symbolfoto).
Karl-Josef Hildenbrand/dpa- Rentnerin aus Fürstenwalde verlor Tausende Euro durch „Love Scam“ auf der Plattform Parship.
- Betrüger gab sich als „Claude Francois Aubert“ aus Nantes aus und erschlich Vertrauen.
- Täter erfand Notlage und forderte Geld – Geschädigte erkannte Betrug zu spät.
- Polizei warnt: Misstrauen bei Online-Bekanntschaften, keine Geldsendungen an Fremde.
- Opfer sollen Beweise sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eine Rentnerin ist Opfer eines sogenannten „Love-Scams“ geworden. Wie die Polizei mitteilte, wandte sich die Frau aus Fürstenwalde am Dienstag (21. Oktober) an die Beamten, nachdem sie erkannt hatte, dass sie einem Online-Betrüger aufgesessen war.
Bereits seit Anfang des Jahres hatte die Betroffene über die Online-Partnerbörse Parship Kontakt zu einem unbekannten Mann, der sich als „Claude Francois Aubert“ aus der französischen Stadt Nantes ausgab. Über mehrere Monate entstand eine enge, persönliche Beziehung zwischen den beiden, heißt es seitens der Polizei.
Später behauptete der Betrüger dann, er sei überfallen und sein Konto gesperrt worden. Deshalb benötige er dringend und schnell finanzielle Hilfe. Mit dieser Lüge und immer neuen Geschichten gelang es dem Täter, die Frau zur Überweisung größerer Geldbeträge zu bewegen. Insgesamt verlor sie dabei mehrere Tausend Euro. Zu spät, erkannte die Geschädigte, dass sie auf den „Love-Scam“ hereingefallen war.
Schutz vor Love Scam: Das rät die Polizei
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut davor, im Internet zu schnell Vertrauen zu schenken und Geld an unbekannte Personen zu überweisen. Wer Zweifel hat, sollte sich frühzeitig Rat bei Angehörigen oder der Polizei holen.
Grundsätzlich sollte bei der Kommunikation im Internet oder über Messengerdienste mit unbekannten Personen Zurückhaltung geübt werden. Auch sollte man auf die Preisgabe persönlicher Daten verzichten. Jede weitergegebene Information kann von Betrügern genutzt werden, um Vertrauen zu erschleichen und eine emotionale Bindung aufzubauen.
Häufig besteht zwischen Täter und Opfer ein deutlicher Altersunterschied. Wenn eine deutlich jüngere Person allzu rasch Liebesbekundungen äußert, kann dies ein Warnsignal sein. Profile sollten daher sorgfältig geprüft werden, beispielsweise mithilfe einer Bilder-Rückwärtssuche. Finanzielle Transaktionen oder Geldzahlungen an Online-Bekanntschaften sind grundsätzlich zu vermeiden.
Kommt es trotz zugesagter Termine für ein persönliches Treffen immer wieder zu Ausreden oder gar Geldforderungen, ist Vorsicht geboten – der Kontakt sollte dann sofort beendet werden.
Wer Opfer solcher Betrugsmaschen geworden ist, sollte unbedingt Anzeige bei der Polizei erstatten und alle Nachrichten und E-Mails als Beweise sichern. Unterstützung beim Speichern der Daten, findet man bei Verwandten, Bekannten oder der Polizei.

