Brand in Fürstenwalde
: Drei Verletzte nach Kellerbrand im Paul-Frost-Ring

UPDATE 11.30 Uhr: Obwohl eine mutmaßliche Brandstifterin verhaftet worden ist, geht die Brandserie in Fürstenwalde weiter. Was zum jüngsten Kellerbrand im Paul-Frost-Ring bekannt ist.
Von
Christoph Mann,
Olaf Gardt,
Joachim Eggers
Fürstenwalde
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Brand in Fürstenwalde: Feuerwehrleute machen sich vor dem Brandhaus im Paul-Frost-Ring fertig für ihren Einsatz unter Atemschutz.

Brand in Fürstenwalde: Feuerwehrleute machen sich vor dem Brandhaus im Paul-Frost-Ring fertig für ihren Einsatz unter Atemschutz.

BLP/Sappeck

Erst am 5. Juli gab es die Erfolgsmeldung. Nachdem im Paul-Frost-Ring, in einem großen Fürstenwalder Wohnhaus immer wieder Feuer ausgebrochen war, nahm die Polizei eine 30 Jahre alte Fürstenwalderin fest. Eine Richterin erließ gegen die Frau einen Haftbefehl wegen des Verdachts auf schwere Brandstiftung in sieben Fällen.

Das Aufatmen bei den Bewohnern nach der Festnahme kam aber zu früh. Am Montag (2. September) um 20.31 Uhr wurde die Feuerwehr wieder in den Paul-Frost-Ring gerufen. Wieder brannte es in Kellerräumen, wenn auch nicht in jenen, die bei der Brandserie im Mittelpunkt gestanden hatten. Eine Polizeisprecherin erklärt am Dienstag, dass das Wohnhaus evakuiert werden musste, drei Bewohner seien mit Verdacht auf Rauchvergiftungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Flammen hatten mindestens zwei Kellertüren erfasst.

Wie Mathias Gädigk von der Fürstenwalder Feuerwehr am Dienstag berichtete, haben sich die drei Personen verletzt, als sie sich selbst in Sicherheit brachten. Sie liefen durch den Hausflur - was sie nicht hätten tun sollen - und zogen sich so möglicherweise die Rauchvergiftungen zu. Der Einsatz habe insgesamt zwei Stunden gedauert, sagte Gädigk. 18 Feuerwehrleute waren im Einsatz, dazu kamen elf Mitarbeiter des Rettungsdienstes. Nach Belüftung konnten alle Anwohner ins Haus zurück, sagte Gädigk. „Das Schadensausmaß war nicht so groß.“

Brand in Fürstenwalde: Anwohner des Paul-Frost-Rings mussten während des Feuerwehreinsatzes im Freien warten.

Brand in Fürstenwalde: Anwohner des Paul-Frost-Rings mussten während des Feuerwehreinsatzes im Freien warten.

BLP/Sappeck

Erneut Brand in Fürstenwalde: Ursache noch nicht ermittelt

Das Feuer in der Nacht zum Dienstag war zudem nicht das erste im Paul-Frost-Ring nach der Festnahme. Auch am 20. August musste die Feuerwehr dorthin ausrücken. Der Fall stellte sich allerdings etwas anders dar. Rund drei Stunden benötigten die fast 50 Einsatzkräfte damals, um einen Wohnungsbrand zu löschen. Eine 68-jährige Bewohnerin musste mit schweren Rauchvergiftungen von einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum gebracht werden. Vier weitere Personen konnten das Wohnhaus nur über eine Drehleiter verlassen.

Zur Ursache des jetzigen Kellerbrandes lässt sich noch nichts sagen. Es sind viele Fragen zu beantworten. Hat man vielleicht doch nicht den richtigen Täter? Gibt es Nachahmer oder waren schon immer mehrere Personen an den Brandstiftungen beteiligt? Vielleicht aber gibt es nun ja auch eine ganz andere Brandursache?