Brand in Heinersdorf
: 80 Kameraden, 12 Feuerwehren – alles zum Feuer in der Tierzuchtanlage

In einer Tierzuchtanlage in Heinersdorf bei Berlin ist ein Großbrand ausgebrochen. Es ist das zweite verheerende Feuer in knapp zwei Jahren in dem Betrieb.
Von
Susanne Hübscher
Heinersdorf
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Als die Brandbekämpfer vor Ort eintrafen, stand die Lagerhalle bereits in voller Ausdehnung in Flammen.

Im vergangenen Jahr stand bereits eine Lagerhalle in Behlendorf, einer Tierzuchtanlage in Flammen – nun versuchten 80 Kameraden die 800 Quadratmeter große Werkstatt zu löschen.

Dennis Lloyd Brätsch

Im Landkreis Oder-Spree östlich von Berlin ist eine 800 Quadratmeter große Werkstatt einer Tierzuchtanlage vollständig niedergebrannt. Das Feuer brach Samstagnacht in der Jahnsfelder Straße bei Heinersdorf aus, wie die Polizeidirektion Ost in Frankfurt (Oder) mitteilte. Der Schaden wird, laut Polizeidirektion, auf 500.000 Euro geschätzt.

Ein Teil des Gebäudes stand bereits in Flammen, als die Kameraden aus Heinersdorf eintrafen. Weitere Löschfahrzeuge mit Atemschutzgeräteträger und Tanklöschfahrzeuge wurden nachalarmiert, um die Flammen im Gebäude zu bekämpfen.

Zu Hochzeiten waren etwa 80 Einsatzkräfte von zwölf verschiedenen Feuerwehren, darunter Müncheberg, Berkenbrück und  Fürstenwalde, in Heinersdorf im Einsatz. „Beim Einsatz mussten wir auch mit typischen Werkstattutensilien, wie Gasflaschen, rechnen“, erläutert Einsatzleiter Philip Pfahl von der Heinersdorfer Feuerwehr

Verpflegung kam aus Biegen

Der technische Dienst aus Fürstenwalde brachte Atemmasken und Schläuche zum Einsatzort. Ein Teleskopmast sowie eine Drehleiter aus Müncheberg und Fürstenwalde kamen ebenfalls zum Einsatz. Ein Verpflegungstrupp von der Feuerwehr Biegen versorgte die vielen Kameraden am Einsatzort mit Lebensmitteln. Zusätzliche Löschfahrzeuge, zum Beispiel aus Falkenhagen, wurden nachalarmiert, konnten aber zeitnah wieder in ihr Gerätehaus zurück, da genügend Einsatzkräfte und Mittel vor Ort waren.

Acht Stunden im Einsatz plus Nachlöscharbeiten

Der Einsatz dauerte etwa acht Stunden, wobei das Feuer von zwei Seiten bekämpft wurde. „Ein angrenzendes Wohnhaus mussten wir schützen – es ist aber nichts passiert“, berichtet der Einsatzleiter. „Zum Abschluss haben wir die Brandfläche mit Schaum bearbeitet“, erläutert Pfahl nach dem Einsatz.

„Nachlöscharbeiten wurden gegen 13 Uhr durchgeführt, weil es an zwei Stellen wieder aufflammte“, so Pfahl. Menschen und Tiere waren durch den Brand nicht gefährdet. Informationen zur Brandursache sowie zu gelagerten Materialien in der Werkstatt sind derzeit nicht verfügbar.

29 Kälber im letzten Jahr verendet

In der Tierzuchtanlage hatte es bereits im vergangenen Jahr einen verheerenden Brand gegeben. Damals kamen 29 Kälber ums Leben, der Sachschaden wurde auf rund eine Million Euro geschätzt. 900 Strohballen und eine zunächst als einsturzgefährdet eingestufte Halle sorgten dafür, dass sich die Löscharbeiten sechs Tage lang hinzogen.