Brandserie: Schon wieder Feuer in Grünheide - dieses Mal Fangschleuse

Im Einsatz: 30 Feuerwehrleute waren am Dienstagabend damit beschäftigt, den Bungalowbrand in Fangschleuse zu löschen. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand.
citynewstvDas Feuer ist Gesprächsthema Nummer eins bei den Nachbarn. Eine Anwohnerin unterhält sich am Gartenzaun mit einem vorbeikommenden Ehepaar, das mit seinem Hund unterwegs ist. „Der Brand hat riesige Flammen geschlagen“, berichtet sie. Sie hatte am Dienstagabend die Löscharbeiten der Feuerwehr beobachtet. „In der Straße standen mehrere Feuerwehr- und Krankenwagen. Da auch noch ein großer Baum auf dem Gelände Feuer gefangen hatte, flogen überall Funken durch die Gegend.“
Laut Grünheides Ortswehrführer und Einsatzleiter Normen Oswald ging der Alarm gegen 19.50 Uhr ein. 30 Feuerwehrleute aus Grünheide und Kagel wurden zum Einsatz gerufen – Kräfte aus Hangelsberg und Spreeau verbrachten den Abend in Bereitschaft. „Als wir am Brandort ankamen, stand der Bungalow samt Terrassenmobiliar voll in Flammen“, sagt Oswald. Eine große Tanne habe wie eine Fackel lichterloh gebrannt.
Mehrere Brände in letzter Zeit in Erkner, Löcknitz und Heinersdorf
Bis 22 Uhr hatten die Feuerwehrleute damit zu tun, den Brand zu löschen. Das Abrücken der Einsatzkräfte konnte die Anwohnerin nicht mehr verfolgen, da war sie schon ins Bett gegangen. „Ich habe aber sehr unruhig geschlafen“, sagt sie. „Man macht sich schon Gedanken, wie einfach so ein Bungalow anfängt zu brennen. Das häuft sich ja auch in letzter Zeit.“
Tatsächlich kam es in der Region zuletzt zu einigen Feuerwehreinsätzen. Am 12. März brannte ein Bungalow hinter dem ehemaligen Restaurant Löcknitz-Terrassen in Erkner vollständig aus, am Sonntag traf es die Wohnwagen, nun erneut einen Bungalow. Außerdem wurde am Montag versucht, mittels einer Fackel das Alte Kulturhaus in Heinersdorf anzuzünden. Jeweils betroffen waren also leerstehende Gebäude, jeweils liegt der Verdacht der Brandstiftung nahe.
Der Überlegung, dass es sich bei all diesen Feuern um die Tat eines Einzelnen handelt, geht die Polizei nach. „Die bisherigen Ermittlungen lassen aber nicht erkennen, dass es sich nur um einen Täter handelt“, sagt Bernd Böttcher, Pressesprecher der Polizei in Fürstenwalde. Die Untersuchungen laufen auf Hochtouren, „Anhaltspunkte für einen Feuerteufel gibt es aber nicht.“
Beim Brand am Dienstag in der Löcknitzstraße entstand nach Angaben der Polizei erheblicher Sachschaden, der mit 30 000 Euro beziffert wurde. Nur dem beherzten Eingreifen der Feuerwehr sei es zu verdanken gewesen, dass der Brand nicht auf die beiden Nachbarbungalows übergegriffen habe. Aktuell sind Spezialisten der Kriminaltechnik im Einsatz, um die genaue Brandursache zu ermitteln.
