Duathlon
: Sieg beim kleinen Jubiläum

Der Friedländer Ronald Lehmann hat den Cross-Duathlon durch die Rauener Berge gewonnen. 81 Ausdauer-Zweikämpfer nahmen an der 5. Auflage teil.
Von
Kai Beißer
Rauen
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  • Die Vorentscheidung: Auf der dritten und letzten Montainbike-Runde durch die Rauener Berge führt Ronald Lehmann das Feld an. Martin Mittelstädt (Nummer 32) vom SV Neptun Finsterwalde wurde am Ende Dritter.

    Die Vorentscheidung: Auf der dritten und letzten Montainbike-Runde durch die Rauener Berge führt Ronald Lehmann das Feld an. Martin Mittelstädt (Nummer 32) vom SV Neptun Finsterwalde wurde am Ende Dritter.

    Kai Beißer
  • Siegerschluck: der 25-jährige Ronald Lehmann aus Lindow bei Friedland

    Siegerschluck: der 25-jährige Ronald Lehmann aus Lindow bei Friedland

    Kai Beißer
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81 Ausdauer-Zweikämpfer haben über die drei Distanzen beim 28. Fürstenwalder Cross-Duathlon gefinished, der zum fünften Mal in Rauen ausgetragen wurde. Den Hauptwettkampf über 6,6 Kilometer Laufen, 19,5 km mit dem Mountainbike sowie noch einmal 3 km Laufen gewann Ronald Lehmann aus dem Friedländer Ortsteil Lindow.

2015 war der gastgebende Triathlonverein Fürstenwalde von Alt Golm, wo der Saisonauftakt jahrelang stattgefunden hatte, in die Rauener Berge umgezogen. Dort erlebte der Cross-Duathlon am Sonnabend also ein kleines Jubiläum. Rund sechs Kilometer lang ist die Runde, die es zunächst zu Fuß und anschließend dreimal mit dem Geländerad zu bewältigen gilt. Die Steigungen zum Steinernen Tisch, dem Aussichtsturm und zur ehemaligen Skisprungschanze sind an sich schon eine enorme Herausforderung. Aber noch viel zehrender ist das ständige Auf und Ab.

Wenigstens waren die Bedingungen aber diesmal beinahe ideal. „Ja, es war vor allem nicht matschig“, betonte der für das Team Erdinger alkoholfrei startende Ronald Lehmann. Aber es gibt eben auch jene von den Forstfahrzeugen aufgewühlten Sandpassagen im Wald, bei denen sich Laufschuhe und Fahrradreifen tief eingraben, jeden Schritt und jeden Tritt doppelt schwer machen.

Auf diesem Terrain entwickelte sich ein ungemein spannender Wettkampf. Nach der Auftakt-Laufrunde kam Martin Mittelstädt vom SV Neptun Finsterwalde als Erster wieder in den Wechselgarten an der Grundschule. Mit jeweils etwa einer halben Minute Abstand folgten Lehmann, Sven Graupe (Pianala Radsport Bernau) und Martin Hümbert vom Zeppelin-Team des OSC Potsdam sowie fast gleichauf Enrico Heinowsky (MRC Berlin).

Schon auf dem ersten Drittel der Radstrecke schob sich das Trio an der Spitze weiter zusammen, nach der zweiten Runde musste der Bernauer aber mit einem platten Reifen frustriert aufgeben. Zu Beginn der dritten Runde übernahm der 25-jährige Lehmann die Führung, Mittelstädt blieb aber lange in Reichweite.

So ging es auf die abschließenden drei Kilometer, die zum Glück keine Steigungen mehr aufweisen, wie alle Athleten unisono betonten. Während Ronald Lehmann einem letztlich ungefährdeten Sieg entgegenlief und nach 1:29:23 Stunden das Zielbanner passierte, musste der krampf-geplagte Mittelstädt mehrere Gehpausen einlegen (1:31:27) und wurde von Heinowsky (1:30:14) noch auf Platz 3 verwiesen. „Ich war schon auf der ersten Laufrunde total kaputt, am Ende ging fast gar nichts mehr“, sagte der Finsterwalder. Vierter wurde Hümbert (1:32:39), der ebenfalls Probleme nach dem ersten Wechsel offenbarte. „Am Anstieg sind mir auf dem Rad dann die Beine förmlich explodiert“, schilderte der Potsdamer ziemlich drastisch.

Da hatte der Sieger schon mal seinen Elektrolytehaushalt aufgefüllt. Während eines solchen Wettkampfes wie dem Cross-Duathlon bleibt nur kurz Zeit für den Griff zur Trinkflasche. „Auf dem Rad kann man ja nicht wirklich die Hände vom Rad nehmen. Aber nach dem Lauf habe ich mir schnell ein Energie-Gel reingedrückt.“

Für Lehmann war es der zweite Start in Rauen. Im Vorjahr war er Dritter geworden. Der Ausdauer-Spezialist trainiert täglich  die Woche über in Berlin, wo er in diesem Jahr seinen Abschluss als Steuerberater machen will, am Wochenende auch mal zu Hause. Das ist in Lindow, dem kleinen Ortsteil östlich von Friedland. Trainingspartner sind dann Felix Schulz, Mitglied beim TV Fürstenwalde, oder Michael Chvosta, mit dem er am 1. Juni wieder beim Run & Bike in Neuzelle startet. Vier bis sechs größere Wettkämpfe bestreitet der 25-jährige Ausdauer-Mehrkämpfer im Jahr, als Nächstes steht Mitte Mai der Spreewald-Duathlon am Briesensee an.