Eltern-Kind-Zentrum
: Montags wird geklönt und getobt

Das Grünheider Eltern-Kind-Zentrum feiert bald Zehnjähriges. Es bietet inzwischen ein facettenreiches Programm.
Von
Anke Beißer
Grünheide
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  • Sorgen montags für viel Leben in der Begegnungsstätte: Heike Falk, Leiterin des Eltern-Kind-Zentrums (links), mit Hauke (10 Monate), dessen Mama Josefina Bils und Zwillingsbruder Thore sowie Katrin Klinke mit Ellie-Marie (6 Jahre) aus Freienbrink genießen die Gespräche und das gemeinsame Spiel.

    Sorgen montags für viel Leben in der Begegnungsstätte: Heike Falk, Leiterin des Eltern-Kind-Zentrums (links), mit Hauke (10 Monate), dessen Mama Josefina Bils und Zwillingsbruder Thore sowie Katrin Klinke mit Ellie-Marie (6 Jahre) aus Freienbrink genießen die Gespräche und das gemeinsame Spiel.

    Anke Beißer
  • Obligatorischer Besuch der Tausch-Börse: Bettina Richter stellt zu klein gewordene Schuhe ihres Sohns ins Regal für andere Mütter bereit.

    Obligatorischer Besuch der Tausch-Börse: Bettina Richter stellt zu klein gewordene Schuhe ihres Sohns ins Regal für andere Mütter bereit.

    Anke Beißer
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Wenn sich montags die Krabbelgruppe des Eltern-Kind-Zentrums (EKZ) in der Grünheider Begegnungsstätte auf dem Löcknitzcampus trifft, ist viel Leben in der Bude. 20 Mütter und Väter, zuweilen auch mehr, dazu ihr Nachwuchs, viele schon dem Krabbelalter entwachsen, scharen sich um die Kaffeetafel.

Die Erwachsenen klönen, während ihre Kinder den Auslauf genießen, das riesige Angebot an Spielsachen,  die Möglichkeit im benachbarten Mehrzweckraum zu toben. Unverkennbar fühlen sie sich alle wohl in dem Kreis. Patrick Mrose schreibt es dem Treffpunkt zu, dass er sich schneller im neuen Heimatort eingelebt hat. Er und seine Frau kommen abwechselnd mit Julian (6) und Lea (4) in die Gruppe. Nach dem Zuzug aus Berlin waren so schnell erste Bekanntschaften geschlossen.

Längst hat sich die Qualität des  EKZ herum gesprochen, kommen Mütter und Väter mit ihren Sprösslingen aus der Umgebung auf den Campus. Katrin Klinke, ursprünglich aus Neu Zittau stammend, inzwischen aber in Freienbrink zu Hause, gehört seit sechs Jahren, dank Töchterchen Ellie-Marie, zum festen Stamm. „Ich habe Freunde gefunden, bin als Alleinerziehende dankbar für den Gedankenaustausch.“ Da die Kinder ganz unterschiedlich alt sind, können die Eltern zu vielem Rat geben.

Das wöchentliche Angebot steht exemplarisch dafür, was das Zentrum leisten will. Heike Falk, seit Anfang an die Leiterin, will Eltern einen Anlaufpunkt bieten. Dabei geht es um Geselligkeit, aber natürlich auch um Erfahrungsaustausch und – dank der Zusatzausbildung der 45-Jährigen – um professionelle Beratung. Außer montags gibt es in der Begegnungsstätte noch ein „Familien-Kaffee“ am Mittwoch und den Frühstücksspielplatz am Donnerstag sowie dienstags mit dem Babytreff in Hangelsberg und Kagel (hier  mit Antje Wetzel) ähnliche Angebote in anderen Ortsteilen.

Aber das ist längst nicht alles, was das EKZ zu bieten hat. Dank ehrenamtlicher Mitstreiter wird genäht, getanzt und Sport getrieben. „Für die Teilnehmer sind die Kurse kostenfrei“, sagt Heike Falk. Sie steht darüber hinaus für Sprechstunden zur Verfügung, hilft bei Anträgen, begleitet beim Besuch von Ämtern, vermittelt Kontakte zu Fachleuten. „Ich verstehe mich als Netzwerkerin, bringe Leute zusammen, die mit Familie zu tun haben.“ Zielgruppe bei den Heranwachsenden sind die 0- bis 12-Jährigen. Aber Elternsein höre da ja nicht auf, und so gebe es  eine sehr enge Zusammenarbeit mit den Jugendkoordinatoren.

Wichtig sind Heike Falk außerdem Informationsangebote, wie das „Töpfchenseminar“ sowie Kurse zu Themen wie Hausapotheke, Homöopathie und Erste Hilfe. Für letzteres sind in diesem Jahr zwei Termine geplant – am 5. April und 18. Oktober. Anmeldungen sind schon möglich.

Das EKZ hat wirklich viele Facetten. Eine, die ebenfalls gut angenommen wird, ist die Tauschbörse in der Begegnungsstätte. Sie ist quasi ein Selbstläufer. Eltern legen ausrangierte Kleidung und mehr in einer der beiden Kammern ab und nehmen im Gegenzug gerne etwas für ihre Sprösslinge mit. So hält es auch Bettina Richter aus Erkner. Am Montag hat die 37-Jährige noch intakte, aber zu klein gewordenen Stiefelchen von ihrem Sohn Phillip abgegeben. Das sei für sie genauso selbstverständlich wie der regelmäßige Besuch der Krabbelgruppe.

Info/Kontakt: 0152 53238148