Eugal-Trasse
: Letzte Rohre bei Spreeau in den Graben gehievt

Zwischen Kienbaum und der Autobahn 12 nähern sich die Arbeiten am zweiten Strang der Erdgastrasse Eugal dem Ende.
Von
Anke Beißer
Grünheide
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Ab in den Graben: Die letzten Rohre des zweiten Eugal-Strangs auf dem Abschnitt zwischen Kienbaum und der Autobahn 12 kommen, wie hier nahe Spreeau, derzeit in die Erde.

Anke Beißer

Arbeiten liegen im Zeitplan

Derzeit laufen die Arbeiten an der zweiten, mit 330 Kilometern deutlich kürzeren Parallel-Leitung, die ebenfalls von der Ostsee kommend bis ins brandenburgische Weißack reicht. Das Projekt soll Ende des Jahres ebenfalls abgeschlossen sein. „Wir liegen im Zeitplan“, teilte Reemt Bernert, Sprecher der Gascade Gastransport GmbH, dem Bauherren der Eugal, auf Nachfrage mit. Am Abschnitt, der von Kienbaum bis zur Autobahn 12 durch Oder-Spree führt, liegen die Arbeiten schon fast in den letzten Zügen.

Hier werden dieser Tage die letzten 20 Kilometer Rohrstrang ins Erdreich gelegt. Sogenannte Rohrleger-Raupen lassen die bereits verschweißten Leitungsabschnitte sanft in den Graben gleiten. Lediglich die Verbindung zum bereits verlegten Strang muss dann noch verschweißt werden. In der Vorwoche ist die schwarze Schlange im Erdreich bei Spreeau verschwunden. Gleiches musste noch bei Stäbchen südlich der Spree und nahe Kienbaum erledigt werden.

In dieser Woche waren die Arbeiter zudem an der Löcknitz zugange. Nördlich von Kienbaum muss diese unterquert werden. Dafür wurde ein Betontunnel unter dem Flüsschen eingebaut. Durch ihn wird der Strang gezogen. So soll an der aus Sicht des Natur- und Umweltschutzes sensiblen Stelle Schaden vermieden werden.

Obwohl dann die wesentlichen Bauarbeiten in Oder-Spree abgeschlossen sind, ist das Projekt aber längst noch nicht in der Zielkurve. „Die Verdichterstation in Radeland muss noch realisiert werden“, sagt Bernert. Ebenfalls noch ausstehend ist die obligatorische Wasserdruckprüfung.

Nach den eigentlichen Arbeiten am Strang folgen jene Schritte, die unter das Stichwort Renaturierung fallen. Ist der Rohrgraben geschlossen, wird der Mutterboden, der an Ort und Stelle lagert, an seinen alten Platz zurück gehievt. Am Ende werden die Rohre mindestens eineinhalb Meter tief in der Erde schlummern. Je nachdem, was mit dem Flächeneigentümer vorab vereinbart wurde, wird der Bewuchs der Natur überlassen oder angepflanzt. Allerdings gibt es für letzteres klare Regeln, dürfen keine tiefwurzelnden Gehölze angesiedelt werden. Am Ende solle es im Prinzip so aussehen, als wären die Trassenbauer nie da gewesen. Lediglich Pfähle mit kleinen gelben Dächern werden die Lage der Stränge markieren.

Gascade wird am Ende des Projektes für die zwei Stränge insgesamt 47 000 Rohrsegmente – jedes mit einer Länge von 18 Metern, einem Durchmesser von 1,4 Metern sowie einem Gewicht von 15 Tonnen – verbaut haben.