Festnahme in Fürstenwalde: Polizei fasst kriminelles Mutter-Tochter-Duo am Bahnhof

Festnahme durch die Bundespolizei (Symbolfoto). In der Nacht gingen den Beamten zwei mit Haftbefehl gesuchte Frauen in Fürstenwalde ins Netz.
Carsten Rehder/dpaIn der Nacht zum Dienstag (13.8.) nahmen Einsatzkräfte der Bundespolizei am Bahnhof Fürstenwalde/Spree zwei Frauen fest, die per Haftbefehl gesucht wurden. Wie die Polizei mitteilte, kontrollierten die Beamten gegen 2.20 Uhr eine Mutter und ihre Tochter am Gleis 4 des Bahnhofs. Beide Frauen hatten ihre persönlichen Sachen in vier Einkaufswagen und führten einen Hund mit sich.
Die 66-jährige Mutter legte einen gültigen deutschen Personalausweis vor, während ihre 33-jährige Tochter keine Ausweisdokumente hatte. Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich heraus, dass gegen beide Frauen jeweils ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Oldenburg vorliegt.
Darum wurden die in Fürstenwalde ertappten Frauen gesucht
Das Landgericht Oldenburg hatte sie im August 2023 wegen Körperverletzung mit Todesfolge in Tateinheit mit Misshandlung Schutzbefohlener rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten verurteilt. Davon gelten bereits sechs Monate als verbüßt. Die Aufforderung zum Strafantritt hatten die beiden Frauen ignoriert, heißt es in der Meldung der Bundespolizei.
Die Frauen sollen sich vor Jahren laut Gerichtsurteil bei einem alleinstehenden und schwer kranken 65-Jährigen einquartiert und sich das Erbe überschrieben haben. Obwohl sie mit einer Vollmacht ausgestattet waren und sich um die Pflege des Mannes zu kümmern hatten, kamen sie nach Überzeugung des Gerichts dieser Verpflichtung nicht nach. Der Mann starb später wegen einer unbehandelten Krankheit.
Nach ihrer Festnahme und der Eröffnung des Haftbefehls wurden die Frauen in eine Brandenburger Justizvollzugsanstalt überführt. Den Hund übergaben die Beamten an eine Bekannte der Verhafteten.

