Fischerfest: 1000 Gäste erfreuen sich an Räucherware und Fisch

Vertreter der ältesten Grünheider Gewerke: Fischer Bernd Lupe (links) und Bootsbauer Eberhard Rüdiger.
Manja Wilde„Zwei bis drei Mal im Jahr“, sagt Bernd Lupe, ziehe er so ein schweres Tier aus dem Wasser. Das Schulungsheim in Kagel nehme die großen Fische gern. Schätzaufgabe und Fischerfest haben Tradition. Die Gemeinde Grünheide, Bernd Lupe und die Forellenanlage Klein Wall organisieren das Fest seit Jahren.
Immer lockt es viele Gäste an. „2018 waren es rund 1000 und dieses Jahr habe ich den Eindruck, es sind noch mehr“, sagt Diana Bergmann, Grünheides Tourismus–Managerin. „Wir sind immer dabei, mit der ganzen Familie, weil es einfach gemütlich ist“, sagt Sieglinde Köbsch, die sich gerade mit Fischsuppe gestärkt hat. „Ich bin selbst Angler und war 50 Jahre Mitglied des Hangelsberger Anglervereins“, sagt Hans Reiß, der neben ihr sitzt.
Frittierte Schlangen im Angebot
Außerdem können die Gäste mit einem Hausboot auf den Werlsee fahren, sich bei Bernd Obst über den Freundeskreis Wappentier Grünheide informieren und sich bei Viktoria Klopsteg vom Drachenboot–Team der Sailor Dragons mit frittierten Kartoffelschlangen stärken. Heike Falk vom Familienbündnis lässt in einem Bassin Plastikenten schwimmen. Elias (4) und Jonathan (10) gehören zu den Kindern, die danach angeln. „Wir sind gerade von Berlin nach Grünheide gezogen und nehmen alle Highlights mit“, sagt Mutter Sarah Franke.
Am Stand des Anglervereins Kagel gibt es sogar süßen Fisch – denn Gisela Kujahn hat ihrem Schokoladenkuchen die Form eines Fisches gegeben. Nebenan, am Wagen der Forellenanlage, gibt’s die deftige Variante. Inhaber Mark Mandrek ist zufrieden: Von anfangs 50 geräucherten Saiblingen, 50 Forellen, 20 Lachsforellen und 25 Aalen ist wenig übrig. „Ärgerlich ist, dass das Fest nicht länger geht“, findet er. Mittlerweile sei es so gut besucht, dass es zwei Tage dauern könnte. So aber werden die meisten Stände abgebaut, als die Band Aeband gegen 18 Uhr aufspielt.
