Fu0ball: Den Traum vom Profi noch nicht aufgegeben

Der 21-jährige Cihan Kahraman trifft am Sonntag mit dem Berliner AK auf den FSV Union Fürstenwalde.
VereinIm Hinspiel haben Sie gefehlt, damals war Ihre Situation noch unklar.
Ja, ich habe nach dem Aufstieg des 1. FC Union in die Bundesliga und den vielen Neuverpflichtungen keine Einsatzchance gesehen. Den Traum vom Profifußball habe ich noch nicht aufgegeben, wollte aber erst mal noch ein Jahr Regionalliga spielen.
Das wäre aber auch in Fürstenwalde möglich gewesen?
Ich war ja nur ausgeliehen, und der Weg raus aus Berlin war schon recht beschwerlich. Der BAK wollte mich unbedingt, und so ist das Training jetzt bei mir quasi um die Ecke. Das macht vieles einfacher. Ansonsten kann man es schon vergleichen: Mindestens einmal pro Woche trainieren wir zweimal am Tag, einen Tag haben wir frei.
Der Verein hat große Ambitionen, mit Platz elf liegt ihr nach einemguten Start unter anderem mit dem 2:0 in Fürstenwalde aber deutlich hinter den Erwartungen zurück. Trainer Ersan Parlatan wurde entlassen, unter Dirk Kunert gab es in zwölf Spielen allerdings erst zwei Siege. Wie groß ist der Druck?
Es läuft definitiv nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber wenn du erst mal so eine Pechsträhne hast, klappen einfach Dinge nicht, die sonst immer funktioniert haben. Auf jeden Fall stehen wir unter Druck, es künftig besser machen zu müssen.
Welche Rolle haben Sie in der Mannschaft?
Zuletzt hat der Trainer mich als Linksaußen aufgestellt, davor habe ich im Zentrum gespielt. Ich versuche aber natürlich, auf jeder Position mein Bestes zu geben.
Am Sonntag geht es nun also gegen den FSV Union, der eine deutlich bessere Hinrunde gespielt hat. Freuen Sie sich auf das Wiedersehen?
Klar, mit einigen Spielern, die ich schon länger kenne, habe ich natürlich auch noch Kontakt. Am besten verstehe ich mich aber mit Physiotherapeut Denis Hasenbek. Wir schreiben regelmäßig.