Fußball
: Blau-weißer Befreiungsschlag

Süd-Landesligist Briesen fährt im heimischen Waldstadion mit dem 5:1 gegen den 1. FC Guben den ersten Saisonsieg ein.
Von
Roland Hanke
Briesen
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Trainer Marcel Niespodziany (hinten Mitte, Nr. 22), der auch diesmal 90 Minuten selbst spielte, wertet zusammen mit der Mannschaft den ersten Dreier der Saison aus.

Roland Hanke

Schon nach dem Halbzeit-3:0  zeichnete sich eine gewisse Euphorie hin zum blau-weißen Befreiungsschlag ab. „Jetzt beginnt für uns die Landesliga-Saison“, hatte Stadionsprecher René Ballhorn in die Lautsprecher verkündet. Und nach der Partie beim 5:1 ergänzte er: „Jetzt fangen wir an, das Feld von hinten aufzurollen.“

Von Beginn an Druck gemacht

Das wäre ganz sicher auch nach dem Geschmack der Blau-Weißen und ihres neuen Trainers Marcel Niespodziany, der seit dem 3. Spieltag im Amt ist und in dem Kellerduell erneut wieder selbst 90 Minuten als Innenverteidiger auf dem Feld agierte. „Das war ein völlig verdienter Sieg für uns. Die Jungs haben an die Leistungen von den beiden 0:1-Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Großziethen und Brieske/Senftenberg angeknüpft“, erklärte der 41-Jährige. „Laufbereitschaft und Zweikampfverhalten haben gestimmt. Wir haben sehr gut ins Spiel gefunden und von Beginn an Druck gemacht.“

So tasteten sich die Gastgeber nach einigen Versuchen zuvor an ihre erste große Möglichkeit nach einer Viertelstunde heran. Die Flanke von Dennis Lucke von der rechten Seite köpfte da Kevin Schübler nur knapp am Gubener Tor vorbei. Knapp vier Minuten später aber erzielte Letzterer den ersten seiner drei Treffer:  Der 29-Jährige verwandelte einen Foulelfmeter sicher (19.). Zehn Minuten später war Schübler erneut zur Stelle – per Kopf nach einem Eckball von Christoph Hanke.

Und kurz darauf gelang den Briesenern das dritte Tor – mit dem zweiten verwandelten Elfmeter. Mit Philipp Noack traf der zuvor Gefoulte sicher (31.). Die Gastgeber hatten den Gegner im Griff, zeigten frühes Pressing und auch den einen oder anderen guten Spielzug. „Druck, Druck“, dirigierte Coach Niespodziany immer wieder lautstark aus der Abwehr, lobte aber auch: „ganz stark Jungs“. Vor der Pause gab es noch einen Schuss und einen Kopfball von Lucke, die nur knapp ihr Ziel verfehlten, sowie einen Schübler-Schuss, der von einem Gubener gerade so von der Torlinie gekratzt wurde.

Kurz nach dem Wiederanpfiff machten die Blau-Weißen mit ihrem druckvollen Spiel nach vorn weiter. Nach Flanke von Kapitän Philipp Sellmann von der rechten Seite traf Lucke per sehenswerter Direktabnahme am Fünfmeterraum zum 4:0 (48.). Der Gubener Ehrentreffer drei Minuten später durch Danny Vu Tuan brachte die Gastgeber nur kurzzeitig aus dem Konzept. Mit dem dritten Strafstoß – diesmal ein Handelfmeter – stellte Schübler den Endstand (72.) her.

Kevin Schulz hilft im Tor aus

Danach kamen die Gäste noch zu Möglichkeiten. So musste Briesens Torwart Kevin Schulz in der 81. Minute erstmals ernsthaft eingreifen und parierte einen Schuss von Pawel Piotrowski. Fünf Minute später klärte er im Strafraum gegen einen Angreifer. Der 28-Jährige, der zuvor schon als Feldspieler in der Zweiten agierte, wollte eigentlich in dieser Saison pausieren. Doch wegen drei verletzter Briesener Torhüter – Danilo Blank, Danylo Plaksii (spielte schon in Brieske mit gebrochenem Finger) und  Gino Ballhorn (verletzte sich im Vorspiel am Daumen) – half Schulz wieder in der Ersten aus.

„Am Ende fehlte uns etwas die Kraft“, sagte Marcel Niespodziany. Dass er selbst mitspiele, solle übrigens kein Dauerzustand werden.

Statistik

Blau-Weiß Briesen: Kevin Schulz –  Martin Zeume, Philipp Sellmann,Marcel Niespodziany, Danilo Ballhorn – Lukas Dorn (60. Marc Ewler), Philipp Noack, Björn Zickerow (66. Enrik Nagel), Christoph Hanke – Dennis Lucke, Kevin Schübler (82. George Krüger) Schiedsrichter: Dominik Kolm(Seelow) – Zuschauer: 78