Fußball
: Ein Auswärtspunkt zum Saisonstart

Es war sogar mehr drin für die Gäste, die mit dem Schiedsrichter hadern.
Von
Kai Beißer
Meuselwitz
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Erzielte das erste Saisontor für den FSV Union Fürstenwalde: der 25-jährige Finne Kimmo Markku Hovi, hier im Vorbereitungsspiel beim FC Concordia Buckow/Waldsiversdorf

Edgar Nemschok

Vor drei Jahren 0:5 beim BFC

Das Debüt der Fürstenwalder in der 4. Liga am 31. Juli 2016 war gründlich daneben gegangen: Mit 0:5 kam der von Achim Holle-rieth trainierte Aufsteiger damals beim BFC Dynamo unter die Räder. Ein Jahr später gelang unter Maucksch daheim ein 2:2 gegen den Berliner AK. Vor zwölf Monaten schließlich starteten die Domstädter mit André Meyer und einem achtbaren 2:3 beim späteren Meister Chemnitzer FC.

Bei den Gastgebern war in der 90. Minute Kimmo Markku Hovi für Siegtorschütze Dejan Bozic eingewechselt worden. Der 25-jährige Finne traf im Laufe der Hinrunde in zehn Spielen für den CFC ein einziges Mal, nach der Winterpause und seinem Wechsel an die Spree bei 14 Einsätzen überhaupt nicht. Diesmal indes dauerte es nur gut 20 Minuten bis zu seinem ersten Saisontor. Paul Maurer hatte eine Ecke auf den langen Pfosten geschlagen, wo Hovi den Ball einköpfte.

Mehr Pressschlag als Foul

Die Führung war nicht unverdient, denn von den Meuselwitzern kam in der ersten Halbzeit kaum etwas. Bis in die Nachspielzeit: Da übersah Schiedsrichter Max Burda eine klare Abseitsstellung der Einheimischen, der Angriff lief weiter, es kam im Strafraum zu einem Pressschlag von Gäste-Kapitän Ingo Wunderlich mit Fabian Stenzel, den der Unparteiische als Elfmeter wertete, und Stenzel selbst verwandelte zum Ausgleich. Noch auf dem Weg in die Kabine war der Fürstenwalder ob dieser Entscheidung kaum zu beruhigen.

Trotz der Hitze keine Trinkpause

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es bei hochsommerlichen Bedingungen – eine Trinkpause gewährte Burda den Akteuren dennoch nicht – eine intensive, umkämpfte Partie mit vielen Zweikämpfen und Nicklichkeiten und daraus resultierenden Freistößen. Einen solchen drehte Stenzel von halb rechts gefährlich um die Mauer, jedoch auch knapp am Tordreieck vorbei (51.).

In der Folge waren die Fürstenwalder aber der erneuten Führung deutlich näher. Nach einem Konter kam Darryl Geurts zum Schuss, wurde aber abgeblockt (62.). Als der eingewechselte Kemal Atici abzog, rutschte Hovi in den Ball, aber ZFC-Keeper Chris Kroner parierte glänzend (68.). Und bei einem Geurts-Knaller bekam der 27-jährige Schlussmann gerade so die Fäuste nach oben (80.). Die ganz große Möglichkeit zum Dreier hatte schließlich Nils Stettin, der aus weniger als zehn Metern am Meuselwitzer Torhüter scheiterte (87.). „Ja, da hätten wir allen Umständen zum Trotz die beste Antwort geben können“, trauerte Maucksch ein wenig dem möglichen Siegtreffer hinterher. Insgesamt war der Trainer mit dem kompakten Auftritt seiner Mannschaft aber zufrieden, „auch wenn natürlich noch ordentlich Luft nach oben ist“.

Heute und am Dienstag wird jeweils um 18 Uhr trainiert, tags darauf ist dies dann die Anstoßzeit für das zweite Saisonspiel in der heimischen Bonava-Arena gegen den Berliner AK.

Der 1. Spieltag

26 Tore sind zum Saisonauftakt 2019/20 in der Fußball-Regionalliga gefallen, das entspricht einem Schnitt von 2,9 pro Partie. Als zweifache Torschützen konnten sich Abu Bakarr Kargbo vom Berliner AK und Ronny Garbuschewski vom BFC Dynamoauszeichnen, die auch je einen Elf-meter verwandelten. Durchschnittlich sahen 1640 Zuschauer die neunPartien – die meisten, nämlich 5526, waren es in Cottbus, die wenigsten mit 326 in Rathenow.⇥red