Fußball
: FSV Union überrascht Hertha II

Die Fußballer des FSV Union Fürstenwalde haben am Sonntagnachmittag in der Regionalliga Nordost ihr drittes Heimspiel in Folge gewonnen. Sie bezwangen den Tabellendritten Hertha BSC II mit 1:0.
Von
Roland Hanke
Fürstenwalde
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  • Enge Partie: Wie hier im Zweikampf von Fürstenwaldes Luca Schulz (links) mit Berlins Maurice Covic schenkten sich beide Mannschaften bei Dauerregen auf dem aufgeweichten Rasen in der Bonava-Arena nichts.

    Enge Partie: Wie hier im Zweikampf von Fürstenwaldes Luca Schulz (links) mit Berlins Maurice Covic schenkten sich beide Mannschaften bei Dauerregen auf dem aufgeweichten Rasen in der Bonava-Arena nichts.

    Alexander Winkler
  • Jubel über den Dreier: Coach André Meyer (links) und Co-Trainer Nico Hinz freuen sich über den den dritten Heimsieg in Folge.

    Jubel über den Dreier: Coach André Meyer (links) und Co-Trainer Nico Hinz freuen sich über den den dritten Heimsieg in Folge.

    Alexander Winkler
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Der Jubel in der trotz des Dauerregens gut besuchten Bonava–Arena nach dem Abpfiff auf den Tribünen und dem durchgeweichten Spielfeld war groß. Die Fürstenwalder hatten ihren Plan umsetzen und dem Favoriten ein Schnippchen schlagen können. Es war das dritte 1:0 in diesem Jahr in heimischen Gefilden — zuvor waren dort Budissa Bautzen und Optik Rathenow mit diesem Ergebnis besiegt worden.

Union–Trainer André Meyer war stolz auf seine Mannschaft: „Wir freuen uns über den Sieg. Wir hatten uns etwas vorgenommen und der Plan ging auf.“ So begannen die Gastgeber diesmal mit einer Dreierkette in der Abwehr und stellten auf einigen Positionen um. Was den Gästen aus der Hauptstadt anfangs sichtlich Kopfzerbrechen bereitete. „In der ersten Viertelstunde hatten wir permanent Probleme mit der Raumaufteilung der Fürstenwalder“, gab Hertha–II–Trainer Ante Covic zu.

Und der FSV Union kam in dieser Phase auch gleich zu guten Möglichkeiten. In der 3. Minute war Andor Bolyki im Zentrum frei durch, scheiterte aber an Hertha–Keeper Jonathan Klinsmann. Der Sohn des früheren Bundestrainers musste drei Minuten vor der Pause nochmals all sein Können aufbringen, um einen Bolyki–Kopfball zur Ecke abzuwehren. Kurz darauf verfehlte ein Schuss von Lukas Stagge aus etwa 13 Metern das Gäste–Tor nur knapp.

Dazwischen hatte auch die U 23 der Hertha, die nach einer Umstellung ihres Spiels mit den Gastgebern etwas besser zurecht kam, ihre Chancen. Die erste davon wehrte Union–Schlussmann Paul Büchel ab (6.), später wurde ein Freistoß von Maurice Covic abgeblockt (38.). Bei den Unionern hatte Kimmo Hovi (12.) nach Flanke von Tim Häußler knapp vorbeigeköpft.

„Unser Manko war in der ersten Halbzeit, dass wir die Chancen nicht nutzten“, erklärte André Meyer. „Nach einer halben Stunde wurden wir etwas fahrig. In der zweiten Halbzeit kamen wir wieder besser in die Partie.“ Die erste große Möglichkeit hatte aber Herthas Zweite, als Union–Keeper Büchel an der Strafraumgrenze gegen den freistehenden Maurice Covic klärte (58.).

Gut zehn Minuten danach eine Schrecksekunde bei den Gastgebern: Cihan Kahraman blieb nach einem Zweikampf am Boden liegen und musste mit Sprunggelenksverletzung ausgewechselt werden. Dafür kam Jason Rupp aufs Feld (71.). Und das sollte sich als Glücksgriff erweisen, denn nur vier Minuten später erzielte der 19 Jahre alte Stürmer aus Nahdistanz den entscheidenden Treffer. Nach zwei im Strafraum abgeblockten Versuchen der Unioner hatte ihn der Ball aus dem Gewühl heraus erreicht.

„Danach hat meine Mannschaft alles nach vorn geworfen und versucht, noch den Ausgleich zu machen. Diesen Einsatz rechne ich ihr hoch an“, sagte Hertha–Coach Ante Covic. „In der zweiten Halbzeit war klar, wer den ersten Fehler in diesem Spiel macht, der verliert. Leider haben wir ihn gemacht. Glückwunsch an André und sein Team für den nicht unverdienten Sieg.“

Sein Gegenüber André Meyer, der früher selbst zwei Jahre für die Herthaner tätig war, bedankte sich für die lobende Worte und zog dann den Hut vor seinen Jungs: „Wir haben nur wenige Fehler gemacht und kaum Großchancen zugelassen. Das war eine Riesenleistung unseres jungen Teams, das sich das Tor erarbeitet hat.“ Allerdings sei dieser Sieg „keine Garantie, dass dies in den nächsten Spielen so weitergehen würde“, warnte der Fürstenwalder Trainer vor zu großer Erwartungshaltung.