Fußball: Fürstenwalder Kicker bei einem möglichen Final Four außen vor
Holger Fuchs will die Medienberichte über das Szenario eines wie auch immer gearteten Vierer-Turniers eigentlich nicht kommentieren. „Fragen sollen die beantworten, die die Meldung in Umlauf gebracht haben.“ Der Geschäftsführer des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes bestätigt aber immerhin, dass es in der vergangenen Woche „ein telefonisches Treffen eines kleinen Arbeitskreises“ gegeben habe, bei dem „einige technische Dinge möglicher Fernsehübertragungen“ besprochen worden seien. Und ja, es sei auch über ein solches Turnier geredet worden, wie es im Raume stehe, „ohne dabei allerdings in die Tiefe zu gehen“, sagte Fuchs am Montag auf Nachfrage.
Erfurt im Sendegebiet des MDR
Es wäre dies eine Variante, die Saison sportlich zu Ende zu bringen, wie sie bisher in keiner anderen Fußball-Spielklasse und auch keiner anderen Sportart diskutiert worden ist. Das genannte Quartett könnte ein Viererturnier jeder gegen jeden oder ein Final Four mit Halbfinals und einem Endspiel austragen. Die Cottbuser, mit 45 Punkten zum Zeitpunkt der Saisonunterbrechung auf Platz 3 rangierend, stehen der Idee aufgeschlossen gegenüber, ebenso wie Hertha BSC mit seiner U 23 (5./38). Die VSG Altglienicke und der bei einem Spiel weniger punktgleiche 1. FC Lok Leipzig (2./je 47) hingegen lehnen eine solche Lösung ab. Als neutraler Austragungsort steht Erfurt und das dortige Steigerwald-Stadion im Raum – die thüringische Landeshauptstadt gehört zum Sendegebiet des MDR.
Für Holger Fuchs sind das indes lediglich Spekulationen. „Alles hängt von den Entscheidungen der Politik und des DFB ab, und die gibt es frühestens am Mittwoch. Natürlich drängen und hoffen wir auf zeitnahe Informationen. Alles andere ist Kaffeesatzleserei, an der wir uns nicht beteiligen“, betont der NOFV-Verantwortliche.
Vieles hängt von der 3. Liga ab
Hintergrund ist die ausstehende Regelung für die 3. Liga. Sollte es dort Absteiger geben, müssten Aufsteiger aus den Regionalligen bestimmt oder ermittelt werden. Der Meister der Nordost-Staffel müsste sich laut geltender Spielordnung aber noch mit einem Vertreter der Regionalliga West um einen freien Aufstiegsplatz duellieren.
Der Tabellenvierte FSV Union Fürstenwalde hat keinen Lizenzantrag für Liga 3 gestellt, schaut aber dennoch bereits auf die neue Saison. „Wir freuen uns, dass wir trotz dieser unruhigen Zeiten 18 Spieler haben, die noch einen gültigen Vertrag besitzen odereinen neuen unterschrieben haben“, sagt Sven Baethge. So zog der Verein in den vergangenen Wochen bei etlichen Akteuren die Option einer Verlängerung. „Sicher wird es noch Jungs geben, die höherklassig wechseln oder einen beruflich anderen Werdegang einschlagen. Aber wir führen auch Gespräche mit poten-ziellen Neuzugängen“, betont der Manager.
Co-Trainer verlängert Mittwoch
Während Chef-Coach Matthias Maucksch ohnehin noch ein gültiges Arbeitspapier hat, wird Nico Hinz am Mittwoch einen neuen Vertrag als Assistent und Torwarttrainer unterschreiben und in seine dritte Saison bei den Spreestädtern gehen.
Personifizierter Sitzplatz – auf Lebenszeit
Der FSV Union Fürstenwalde hat eine neue Aktion gestartet, um infinanziell schwierigen Zeiten neueEinnahmequellen zu erschließen –und die seinen Anhängern die Möglichkeit gibt, ihren Verein in origineller Art und Weise zu unterstützen. Fans können sich nämlich einen Sitzplatz auf Lebenszeit kaufen, und dass bei freier Standortwahl in der Bonava-Arena. Für einmalig 777 Euro gibt es künftig freien Eintritt zu allen Heimspielen sowie eine personifizierte grüne Sitzschale, versehen mit dem Namensschild des Zuschauers.
Interessenten können sich, auch für eine mögliche Terminabsprache melden unter post@fsvunion.de oder telefonisch bei der Geschäftsstelle des Vereins, Montag bis Freitag zwischen 9 und 12 Uhr unter 0173 9935023.⇥kb

