Fußball
: FV Erkner schlägt zum Schluss noch zweimal zu

Die Randberliner gewinnen das Derby in der Landesliga Süd beim FSV Union Fürstenwalde II durch zwei späte Tore mit 4:2. Ein Foulelfmeter bringt die Gäste auf die Siegerstraße.
Von
Kai Beißer
Fürstenwalde
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Abwechslungsreiches Derby auf dem Nebenplatz des Friesenstadions: Sören Woldt (links) gegen Erkners Christopher Dillgen, im Hintergrund der Fürstenwalder Tim Gessing

Alexander Winkler

Der erfolgreiche Konter der Erkneraner quasi vom eigenen Strafraum aus war das Finale einer abwechslungsreichen Partie, die den Gästen im dritten Spiel der Rückrunde den ersten Sieg bescherte. Entsprechend groß war die Erleichterung: „Ja, es war wichtig, dass wir hier gewonnen haben“, sagte Christopher Dillgen. Und Kapitän Jakob Kunert ergänzte: „Nach dem 3:3 zuletzt gegen Germania Schöneichehaben wir lange darüber gesprochen, wie wir einen tief stehenden Gegner bis zum Ende unter Druck setzen und so einen Sieg erzwingen. Das ist heute gut aufgegangen.“

Für die Fürstenwalder war es derweil nach zwei Spielausfällen der erste Auftritt überhaupt in diesem Jahr, und ein wenig war dies der Mannschaft auch anzumerken. Unter den Augen der Regionalliga-Kicker des Vereins – die waren nach einer lockeren Trainingseinheit im wahrsten Wortsinn Zaungäste – kamen die Gastgeber nur schwer in diePartie. Was sie aber nicht daran hinderte, in Führung zu gehen. Nach gutem Zusammenspiel von Marko Marulli und Sören Woldt auf der rechten Seite folgte eine Flipper-Einlage am 16-er des FVE, plötzlich landete der Ball bei Paul Maurer, und der beförderte ihn überlegt ins lange Eck. (36.). Kurz darauf wäre sogar beinahe das 2:0 gefallen, aber Marulli verfehlte nach Doppelpass mit Christian Mlynarczyk das Tor um etwa einen halben Meter.

Zwei Tore in fünf Minuten

Nach dem Wechsel ging es dann zunächst Schlag auf Schlag. Einen langen Einwurf von Erkners Karam Al Maliji beförderte Erik Steinmetz mit dem Kopf ins eigene Tor (49.). Auf der anderen Seite blieb einem Treffer von Spielertrainer Mlynarczyk die Anerkennung wegen Abseits versagt. Dann ein starker Ballgewinn der Gäste durch Rechtsverteidiger Sven Paprotny, der ehemalige Fürstenwalder Joao Dangla Cortez ließ David Vetterlein ganz schlecht aussehen, und in der Mitte nickte Al Maliji die Flanke fast im Sitzen zur 2:1-Führung für die Gäste ein (53.).

Das sollte es aber noch nicht gewesen sein. Die Domstädter stellten um, Kapitän Enrico Below gab seine offensive Rolle auf, um der Abwehr mehr Stabiltät zu verleihen. Und nur wenig später gelang Mlynarczyk nach einem langen Ball, den Paprotny unterlief, mit einem trockenen Schuss ins kurze Eck der Ausgleich (61.). Würde es also wieder nichts werden mit einem Sieg für die Erkneraner? Zumindest blieben diese am Drücker, hatten durch Szczegula und Cortez beste Einschussmöglichkeiten. Die Zeit schienallerdings gegen die Gäste zu laufen. Beim Versuch des eingewechselten Felix Reichelt war Kühn auf dem Posten, beim Nachschuss von Simon Pille irgendwie noch eine Fürstenwalder Zehenspitze dazwischen (88.). Beim nächsten Angriff aber wurde Max Mulack im Strafraum von Below zu Fall gebracht und verwandelte den Strafstoß selbst, und schließlich folgte noch Szczegulas Sturmlauf und der umjubelte Schlusspunkt (90.+3).

Statistik

FSV Union Fürstenwalde II: Niklas Kühn – Tim Gessing (59. Tim Lehmann), Erik Buchwalder, Erik Steinmetz (59. Nisarahmad Nikzad), David Vetterlein – Niklas Kosch,Mirko Marulli (74. Maximilian Naebert) – Enrico Below, Paul Maurer – Christian Mlynarczyk FV Erkner: Marco Schlausch –SvenPaprotny, RobinNeupert, Jakob Kunert, Sebastian Busse – Max Mulack, ChristopherDillgen (79. Christopher Schwarz) – Joao Dangla Cortez, Karam Al Maliji (78. Felix Reichelt),Robert Szczegula –Simon Pille Schiedsrichter: Felix Alich (Cottbus) – Zuschauer: 39