In der kommenden Saison spielt der Innenverteidiger nun für den BSV Eintracht Mahlsdorf. Der Berlin-Ligist, zuletzt Tabellenfünfter, hegt große Ambitionen, hat zehn neue Spieler verpflichtet, die fast alle von höherklassigen Mannschaften kamen.
Filip, nach zwei Jahren verlassen Sie den FSV Union Fürstenwalde, wechseln von der vierten in die sechste Liga. Warum dieser Schritt?
Ganz einfach: Ich will mehr Zeit für meine Frau und meine dreijährige Tochter Mila haben. Es gab genügend Anfragen von Vereinen aus der Regionalliga, aber bei Eintracht Mahlsdorf passt vor allem perspektivisch das Gesamtkonzept.
Was heißt das genau?
Der Verein wird für Berlin-Liga-Verhältnisse ungemein professionell geführt, andererseits bietet sich die Möglichkeit, mich um die Zeit nach der Karriere zu kümmern. Ich will die Trainerlizenz machen, und dann gibt es die Idee einer Fußball-Akademie. Ein Konzept habe ich im Kopf, jetzt geht darum, es umzusetzen. Bisher bin ich einfach nicht dazu gekommen, diese Dinge in Angriff zu nehmen.
In der Verbandsliga wird natürlich weniger trainert.
Ja, jetzt in der Vorbereitung täglich, später dann viermal in der Woche abends. Aber das tatsächlich auf einem hohen Niveau. Es gibt zwei Co-Trainer, sogar einen Video-Analysten. Der Verein will nach oben, allerdings in dieser Saison nicht mit aller Macht aufsteigen. Eine Mannschaft mit so vielen neuen Spielern muss man behutsam aufbauen.
Das heißt auch, dass Sie in Berlin bleiben und es Sie nicht zurück in Ihre Geburtsstadt nach München zieht?
Ja, Berlin ist definitiv die Stadt, in der ich leben will. Es gab auch Angebote von Regionalliga-Vereinen aus dem Südwesten, aber das war keine Option für mich.
Wie lange werden die Fans Sie noch auf dem Platz sehen?
Ich werde im September 31, bin fit, fühle mich im besten Fußball-Alter. Ich habe jetzt erst mal für zwei Jahre unterschrieben, was danach ist, wird man sehen.
Noch einmal zurück zum FSV Union. Es gibt ja recht schnell ein Wiedersehen ...
Ja, am Sonnabend treffen wir in Kienbaum aufeinander, wo wir übers Wochenende im Trainingslager sind. Ich freue mich drauf, es wird natürlich spannend, gegen die alten Kollegen zu spielen. Um es übrigens noch einmal zu sagen: Es waren zwei gute Jahre in Fürstenwalde, und ich bin natürlich froh, dass wir erneut den Klassenerhalt geschafft haben. Ich wünsche der Mannschaft nur das Beste. Aber ich wollte nicht länger unter Profi-Bedingungen trainieren. Der Schritt zu gehen, war ein Schritt für meine Familie.

Filip Krstic


Am 24. September 1988 inMünchen geboren, spielte Krstic bei der SpVgg. Unterhaching und beimFC Bayern, wechselte 2005 zu den A-Junioren von Hertha BSC. Für dieU 17 und U 19 von Serbien bestritt er28 Länderspiele. Seit 2011 hat derDefensivakteur für den SV Babelsberg, den FSV Frankfurt II, den Berliner AK, Carl Zeiss Jena und den FSV Union184 Regionalliga-Partien bestritten. kb