Fußball
: Nicht alles ist rosarot

Zwei Siege in der englischen Woche. Am Sonnabend muss der Regionalligist aus Fürstenwalde zum Bischofswerdaer FV.
Von
Kai Beißer
Fürstenwalde
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Der Anfang vom Ende: Der Leipziger Torhüter Benjamin Bellot streckt sich vergeblich nach dem Schuss von Darryl Geurts, der die Führung für den FSV Union Fürstenwalde bedeutete. Chemie-Kapitän Stefan Karau (Nummer 3) kann nur tatenlos zusehen.

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„Das war ein komplett anderes Spiel bei einer guten Atmosphäre und vor einer tollen Kulisse“, sagte der 50-Jährige nach dem Abpfiff im Albert-Kunze-Sportpark in Leipzig-Leutzsch. „Ausschlaggebend waren unser Wille und die Kompaktheit der Mannschaft. Wir haben teilweise mit viel Tempo gespielt und es bei den Toren sehr gut gemacht“, lobte der Trainer. „Fußball ist ein Ergebnissport. Und das Ergebnis hat gestimmt, insofern bin ich natürlich zufrieden. Man darf sich aber auch nicht blenden lassen: Es war bei weitem nicht alles rosarot“, sagte Maucksch und meinte damit unter anderem eine Vielzahl der – trotz der vier Tore – nicht genutzten Möglichkeiten, aber auch „dass wir den Gegner durch einfache Fehler immer wieder eingeladen haben. Im Spielaufbau waren wir manchmal etwas naiv.“

Dreierkette hat funktioniert

Die Gäste hatten übrigens hinten mit einer Dreierkette gespielt. „Wir wollten uns dadurch Vorteile in der spielbestimmenden Zone verschaffen, und das hat vor allem in der ersten Halbzeit auch ganz gut geklappt“, analysierte der Coach, der tatsächlich mit der zweiten Hälfte weniger zufrieden war. Aber das Ergebnis, das hat eben gestimmt.

Leipzigs Trainer Miroslav Jagatic haderte derweil mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Wir hatten mehr Ballbesitz, waren im letzten Drittel aber nicht zwingend, im Abschluss zu harmlos, in den Zweikämpfen nicht immer giftig genug. Zur Pause waren wir zwar trotz des Rückstandes noch guter Dinge, haben aber wieder nicht zielstrebig genug gespielt. Bitter ist, dass wir im eigenen Stadion ausgekontert wurden.“

Zum Abschluss der englischen Woche muss der FSV Union am Sonnabend beim noch sieglosen Schlusslicht Bischofswerdaer FV antreten. „Das wird mit Sicherheit unangenehm, schließlich steht die Mannschaft schon ein bisschen mit dem Rücken zur Wand“, mutmaßt Maucksch. Die Partie am Tor zur Oberlausitz wird um 13.30 Uhr angepfiffen.

BAK entlässt Trainer Ersan Parlatan

Der selbsternannte Mitfavorit der Regionalliga Nordost, der Berliner AK, hat sich am Donnerstag von Trainer Ersan Parlatan getrennt. Die Hauptstädter waren mit drei Siegen gestartet, unter anderemeinem 2:0 in Fürstenwalde, danach aber gab es drei Niederlagen am Stück. Nach dem 2:4 gegen die VSG Altglienicke – und das nach einer 2:0-Halbzeitführung – zog der Verein die Reißleine und beurlaubte den 42 Jahre alten Deutsch-Türken perTelefon.⇥kb