Fußball
: Union Fürstenwalde bleibt weiter ungeschlagen

Der FSV Union Fürstenwalde gewinnt 2:0 beim FC Viktoria Berlin, hat nun schon seit neun Spielen nicht mehr verloren – und rückt zwischenzeitlich auf Platz 4 der Regionalliga Nordost vor.
Von
Kai Beißer
Fürstenwalde
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Traf erstmals für die Domstädter: Johan Martynets, hier bei seiner Vorstellung in Fürstenwalde

Archivfoto: Verein

„In der ersten Halbzeit haben wir in der einen oder anderen Situation Glück gehabt, hätten da durchaus in Rückstand geraten können“, sagte Trainer Matthias Maucksch. „Aber nach der Pause haben wir uns den Sieg redlich verdient, hätten schon früher für die Entscheidung sorgen können, ja müssen. Wichtig ist, dass wir wieder zu null gespielt, sich alle voll reingehängt und so zum Erfolg beigetragen haben“, lobte der 50-Jährige.

Sein Berliner Kollege war verständlicherweise weniger angetan. „Mit dem Auftritt der Mannschaft bin ich sehr zufrieden, mit dem Ergebnis natürlich nicht. Effektivität ist im Fußball mit das Entscheidendste. In der ersten Halbzeit war das eine super Leistung, aber wir bekommen durch eine Standardsituation den Gegentreffer. Genau daraus müssen wir lernen, das passiert zu oft“, sagte Benedetto Muzzicato.

Seine Mannschaft war offensiv und druckvoll gestartet. Die beste Möglichkeit vergab Philipp Müller, der das leere Tor verfehlte (20.). In Führung gingen indes die Gäste: Eine Ecke wurde am kurzen Pfosten verlängert, und Patrick Brendel war zur Stelle. „Das üben wir im Training. Es ist natürlich schön, wenn das dann so klappt“, freute sich Maucksch.

Nach dem Wechsel waren die Fürstenwalder klar besser, Viktoria mühte sich vergeblich um den Ausgleich. Im Gegenteil, der gerade eingewechselte Johan Martynets machte in der Nachspielzeit mit seinem ersten Treffer für die Spreestädter alles klar. „Da haben wir dann endlich einen Konter erfolgreich zu Ende gebracht“, merkte der Trainer an.

Fair play von Kimmo Hovi

Bemerkenswert noch eine Szene aus der 35. Minute: Viktorias Tobias Gunte knickte vor dem eigenen Tor ohne Fremdeinwirkung um, Kimmo Hovi kam in aussichtsreicher Position an den Ball, beförderte diesen aber angesichts des Missgeschicks des Berliners ins Seitenaus. Zu Recht gab es viel Beifall für dieses Fair play des finnischen Stürmers.

Statistik

Viktoria: Stephan Flauder – Tobias Gunte (73. Kwabenaboye Schulz), Mattis Daube (70. Yannis Becker), Marcus Hoffmann, Patrick Kapp – Cimo Röcker, Philipp Müller, ShinjiYamada – Tino Schmidt (83. Nick Scharkowski), Christoph Menz –Lucas FalcaoFSV Union: David Richter – Ingo Wunderlich, Patrick Brendel, Tim Häußler, Oliver Hofmann – Mateusz Ciapa, Lukas Stagge – Gian Luca Schulz, Darryl Geurts (90. Niklas Thiel) – Kimmo Hovi (90. Johan Martynets), Kemal Atici (56. Nils Stettin)Zuschauer: 223