In einem spannenden Finale setzte sich das Team um den 34-Jährigen gegen Regionalliga-Kontrahent SV Babelsberg mit 2:1 durch. Dabei ist es vor allem dem Kapitän zu verdanken, dass die Filmstädter in ihrer Schlussoffensive nicht zum Ausgleich kamen und die Partie so in die Verlängerung ging. In der 90. Minute kombinierten sich die "Nulldreier" bis zur Grundlinie durch, die Flanke kam perfekt in den Strafraum, der Stürmer hätte nur noch seinen Fuß ranhalten müssen, doch Wunderlich schaffte es, vor dem Angreifer an den Ball zu kommen und ihn aus wenigen Metern übers eigene Tor zu spitzeln. Eine Abwehraktion, die er mit Schlussmann David Richter fast wie ein eigenes Tor feierte.
Riesengroße Erleichterung
"Wir waren gut vorbereitet und ich war mir sicher, dass wir als Sieger vom Platz gehen", sagte Wunderlich nach den 90 Minuten. "Die zweite Halbzeit war so anstrengend und wir wurden so viel gefordert. Ich habe die ganze Zeit nur gedacht: Bitte, bitte pfeif endlich ab", erzählt der rechte Verteidiger nach der Partie. Und die Erleichterung nach dem Sieg war riesengroß. "Der Pokal ist immer etwas Schönes. Leider konnte ich im DFB-Pokal nie eine Runde weiterkommen, aber vielleicht klappt es ja dieses Mal", denkt Wunderlich, der seit Januar 2016 für die Fürstenwalder spielt, zurück.
Im Vergleich zu seinen anderen Landespokalsiegen sei der Finalsieg in Brandenburg am schwersten gewesen. "In Mecklenburg-Vorpommern waren wir mit der TSG Neustrelitz einfach die stärkste Mannschaft. In Brandenburg muss man immer irgendwie hoffen, dass Cottbus nicht gut drauf ist, und jetzt war die Chance da." Und die Domstädter haben sie genutzt. Energie scheiterte im Viertelfinale am FSV Luckenwalde, mit denen die Fürstenwalder beim 4:1-Sieg im Halbfinale keine Probleme hatten.
Durch seine langjährige Erfahrung kennt Wunderlich eben auch schon die Situation, wie es ist, auf einen Proficlub zu treffen. Mit Neustrelitz spielte er 2008 gegen den damaligen Zweitligisten 1860 München. Jetzt ist es im September mit Bundesligist VfL Wolfsburg sogar eine Nummer größer. "Wir wollen das Spiel einfach genießen", kommentiert er.
Doch nach der kleinen Pokalparty steht erst mal wieder der Alltag in der Regionalliga Nordost auf dem Programm. Am Mittwoch, 17.30 Uhr, trifft der FSV Union in der heimischen Bonava-Arena auf Drittliga-Absteiger und Aufstiegsfavorit FC Carl Zeiss Jena. Am 1. Spieltag kamen die Thüringer nicht über ein 1:1 gegen Unions Finalgegner Babelsberg 03 hinaus.
Formular zum Herunterladen
Für das erste Heimspiel der Fürstenwalder der neuen Saison in der Regionalliga Nordost sind laut dem Hygiene-Konzept insgesamt 1000 Leute im Stadion zugelassen – dazu zählen auch die Mannschaften, deren Trainer, Betreuer und Offizielle, Kassierer, Ordner, die Mitarbeiter der Versorgungsstände, Medienvertreter und Funktionäre. Einen Kartenvorverkauf gibt es nicht, Reservierungen sind auch nicht möglich. Wegen der Aufnahme der Kontaktdaten sollten die Zuschauer für den Eintritt ins Stadion mehr Zeit einplanen. Die Kassen, getrennt für Einheimische und Gäste, öffnen am Mittwoch um 16.30 Uhr. Der Gastgeber hält auf seiner Internetseite www.fsvunion.de ein Kontaktformular zum Herunterladen bereit, das zu Hause bereits ausgefüllt werden und unterschrieben mitgebracht werden sollte, um die Wartezeiten beim Einlass in die Bonava-Arena zu verkürzen.

Infos zum Hygiene-Konzept im Stadion


Maskenpflicht gilt im gesamten Friesenstadion. Der Mund-Nasen-Schutz muss bereits beim Betreten der Anlage getragen werden – auch beim Einlass und auf dem Weg zum Sitz- oder Stehplatz. Dort kann die Maske abgenommen werden, muss aber rauf, wenn man sich etwas zu Essen oder Trinken holt oder generell wieder in der Anlage bewegt. Der Mindestabstand von 1,50 Meter ist unbedingt einzuhalten. Die verfügbaren Zuschauerplätze sind markiert.  red