Gefeierte Aufführung: Wenn Rabe Waldemar Plastik frisst
Mit ihrer Tanzshow „Power of Elements“ haben die United Dancers am Sonnabend und Sonntag den ausverkauften Fürstenwalder Hof zweimal begeistert. Das Thema ist Umweltschutz.
Sonnabend, 15.15 Uhr in einem Nebenraum des Fürstenwalder Hofs: Eine Viertelstunde vor der Premiere sitzen Mädchen an einem Tisch und schreiben Mädchen an einem Tisch irgendwas auf Zettel, bei anderen wird noch am Make–Up getüftelt. Das scheinbare Gewusel ist indes wohl geordnet, und pünktlich um 15.30 Uhr beginnt im ausverkauften Saal die Show.
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Es geht los mit einer Geburtstagsparty. Das 16–jährige Mädchen Sidney (gespielt von Sidney Fahlisch) feiert mit Freunden eine Geburtstagsparty. Wie viel Plastikmüll dabei anfällt, ist den Feiernden reichlich egal, WLAN ist viel wichtiger. Ab dieser Szene wird die Rahmenhandlung der Tanzshow märchenhaft. Sidney wird von der Natur mitgenommen ins Reich der Luft, begegnet dort dem modischen Frosch Quak Versace (Lea Boggasch), mit dem sie auf den Fürstenwalder Stadtraben Waldemar (Vicky Glenz) treffen, der vom Plastikmüll bedroht ist. Es entwickelt sich eine Reise durch das Reich der Elemente, die ihre Macht demonstrieren. Mit den Stationen der Reise binden die United Dancers ihre zahlreichen Gruppen von dreijährigen Kindern bis hin zu älteren Männern in die Show ein — Erinnerung an das Motto einer früheren Show der United Dancers, „We Are Family“.
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Am Anfang stand die Idee, eine Tanzshow im größeren Rahmen wie zuletzt 2013 aufzuführen, sagt die Chefin von Verein und Tanzschule, Kay Graf, die selber auch auf der Bühne steht. Den Namen der Show habe man schnell gefunden. „Welche Möglichkeiten und Ideen sich dahinter versteckten, sahen wir erst, als wir uns intensiv mit dem Thema beschäftigten, so dass aus der Show–Idee ein umfassendes Projekt wurde.“
In der Show wird Sidney bekehrt, wandelt sich vom besinnungslosen Party–Girl zur umweltbewussten jungen Frau, die die Werte der Natur entdeckt. Die Handlung enthält zahlreiche ökologische Lektionen über den Wahnsinn, Plastik in die Nahrungskette zu geben; das wird im Programmheft vertieft. Vor allem ist die zweieinhalbstündige Aufführung aber ein Feuerwerk der Tanzkunst mit vielen begeisternden Choreografien. „Genial“ nannte Stefanie Tinney aus Fürstenwalde die Aufführung; ihre sechsjährige Tochter Melina war als eine Darstellerin der Luft dabei. Ihrer Mama taten hinterher vom vielen Klatschen die Hände weh. Auch Angelique Catholy aus Hartmannsdorf lobte die Aufführung. „Ich finde das Thema gut, es beschäftigt viele.“ Begeistert zeigten sich auch Sandra und Gerold Lock aus Storkow. Sandra Lock war von ihrer Zumba–Lehrerin auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht worden. „Eine ganz tolle Show“, sagte sie. Die Tänzer um Kay Graf wollen mit der Aufführung auch für den Frühjahrsputz am 29. März werben.



