Hund bei Fürstenwalde: Liebe auf den ersten Blick – Bonnie findet neue Familie

Nach einem schweren Start für Hund Bonnie (schwarz) blüht sie in der Gemeinde Steinhöfel bei ihrer neuen Familie und Mama Geraldine auf. Wie traurig ihr erstes Leben war.
Susanne Hübscher- Hündin Bonnie aus fragwürdiger Haltung gerettet, lebt nun bei Geraldine in Steinhöfel.
- Weihnachten 2023 begann Geraldines Ehrenamt im Tierheim Fürstenwalde.
- Bonnie wurde nach Kastration im März von Geraldine adoptiert.
- Bonnie und Rüde Maylo verstehen sich gut, die Familie genießt gemeinsame Spaziergänge.
- Bonnie lernt Leben auf dem Hof kennen, Sommerurlaub an der Ostsee geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Anfang des Jahres mussten zahlreiche Tiere aus fragwürdiger Haltung im Landkreis Elbe-Elster gerettet und aus Tierschutzgründen beschlagnahmt werden. Es handelte sich um Pferde, Ziegen, Schafe, Katzen, Vögel und Hunde. Sieben Hunde wurden in das Tierheim Fürstenwalde gebracht. Schon nach kurzer Zeit meldeten sich Interessenten für die vier lebhaften Welpen, aber auch für die zweijährige Labradormutter.
Die namenlose Hündin sollte bald von ihrer neuen Besitzerin Geraldine einen Namen bekommen: Bonnie. Ein schwarzer Labrador, der sich einst mit Dutzenden anderen Hunden einen Zwinger teilen musste, kann nun in der Gemeinde Steinhöfel ein neues Leben beginnen.
Hund während des Ehrenamts in Fürstenwalde kennengelernt
„Meine Familie und ich waren Weihnachten 2023 wegen einer Spende im Tierheim“, erinnert sich Geraldine. Da entstand die Idee, dort ehrenamtlich zu arbeiten. Also meldete sie sich im Tierheim und wurde zu einem Gespräch mit Tierheimleiterin Christine Matzke eingeladen. Es folgte ein Schnuppertag mit den Mitarbeitern, um das Tierheim in der Berkenbrücker Chaussee kennenzulernen.
Im Januar dieses Jahres begegnete die ehrenamtliche Helferin der namenlosen Hundedame im Tierheim. Geraldine entschied sich bewusst für einen Spaziergang mit der jungen Fellnase: „Schon als ich sie das erste Mal sah, wusste ich, dass ich sie mit nach Hause nehmen möchte“, lächelt die Steinhöflerin.

Die Ruhe vor dem Start: Hündin Bonnie darf nach ihrer Operation noch kein Vollgas geben, obwohl sie gerne möchte. In ihrem neuen Zuhause bei Fürstenwalde findet sie immer eine perfekte Liegefläche.
Susanne HübscherEhrenamt im Tierheim: Liebe zu Tieren führt zu Spaziergängen
„Das Gassigehen mit Bonnie war von Anfang an ganz einfach. Vielleicht war sie auch so entspannt, weil sie sich von ihren Kleinen ausruhen konnte“, lächelt die 23-Jährige. Nach drei Gängen stand fest: Die liebe und menschenbezogene Hündin will sie mit nach Hause nehmen. Doch das konnte sie nicht alleine entscheiden. Es fehlten noch der Segen ihrer Großeltern und Eltern, ein Kennenlernen mit Rüde Maylo, der schon seit sechs Jahren bei der Familie von Geraldine wohnt, und ein Probetag auf dem heimischen Hof. Alle Aufgaben meisterte die damals noch dünne Hündin mit Bravour. Bonnies Umzug stand nichts mehr im Wege - bis auf eines.
Hündin Bonnie musste erst kastriert werden, dann nach Hause
Der achtjährige Maylo ist nicht kastriert, weil er keine Narkose verträgt. Eine Operation birgt für den braunen Rüden ein gesundheitliches Risiko. Deshalb wurde Bonnie Anfang März kastriert. Vier Wochen vergingen, bis die unerträgliche Wartezeit vorbei war und sie endlich ihre neue Familie begrüßen konnte.

Hunde gerettet: Das im Tierheim in Fürstenwalde nahm vier Welpen und ihre Mutter auf, nachdem sie vom Hof ihres Vorbesitzers befreit wurden. Maureen Pichowsky und ihre Kollegen freuen sich über eine erfolgreiche Vermittlung aller Jungen und ihrer Mutter.
Susanne HübscherDie erste Nacht beschreibt Geraldine als schlaflos, aber nicht wegen möglicher Anpassungsprobleme der Hündin Bonnie, sondern wegen ihrer eigenen Sorge um ihr Wohlergehen. Wegen ihrer großen Narbe muss ich Bonnie in ihrem Tatendrang noch etwas zügeln. Mittlerweile gehen sie täglich 20 Minuten spazieren, genießen die Sonne im Garten. Dabei legt sich die junge Königin des Hofes gerne auf ihren Lieblingsplatz, die Hollywoodschaukel.
Hündin Bonnie lernt noch viel von ihrem großen Bruder Maylo
„Bonnie ist jung Mutter geworden, jetzt kann sie das nachholen“, freut sich Geraldine. Von Fußballfan Maylo kann sich Bonnie noch einiges abschauen. „Wenn er bellt, bellt sie auch, obwohl sie gar nicht weiß, warum“, lacht Geraldine. Seit einem Monat wächst Bonnie mit zwei Hasen, Hühnern, Wellensittichen, die ebenfalls aus dem Tierheim Fürstenwalde stammen, und ihrem Hundefreund Maylo auf. In diesem Jahr lernt die junge, wilde Bonnie im Familienurlaub die Ostsee kennen.
„Ich bin mit Hunden aufgewachsen“, sagt die junge zahnmedizinische Fachangestellte. Am liebsten hätte sie einen ganzen Hof voller Hunde, aber zwei große Hunde reichen. Die Liebe zu Tieren liegt in der Familie. Schon ihr Großvater war Schäfer. Vor vielen Jahren lebten auch Hängebauchschweine und Rinder auf dem Dreigenerationenhof.

