Hund bei Fürstenwalde
: Welpe Artek aus Qualzucht in Polen befreit – wer nimmt ihn auf?

Der verspielte Hund Artek wurde aus einer Qualzucht in Polen gerettet. Jetzt wartet er in Markgrafpieske bei Fürstenwalde auf ein neues Zuhause.
Von
Susanne Hübscher
Markgrafpieske
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Welpe Artek auf dem Schoss von stellvertretender Leiterin Amber Laab, wo er die Aufmerksamkeit und die  wärmenden Sonnenstrahlen genießt.

Bei pro animale in Markgrafpieske: Hund Artek auf dem Schoß von stellvertretender Leiterin Amber Laab, wo er die Aufmerksamkeit und die wärmenden Sonnenstrahlen genießt.

Susanne Hübscher
  • Artek, ein vier Monate alter Mischlingswelpe, wurde aus einer Qualzucht in Polen gerettet.
  • Er wartet nun in Markgrafpieske auf ein neues Zuhause.
  • Tierarzt Hasan Tatari warnt vor Kauf von Welpen aus Polen, da dies die Qualzucht fördert.
  • Artek ist verspielt, freundlich und für Familien mit Kindern geeignet.
  • Im Tierasyl leben 250 Tiere, darunter Hunde und Katzen, die auf Vermittlung warten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vier weiße Pfoten flitzen über den Rasen im Innenhof der Tierherberge und -vermittlung „Rendezvous mit Tieren“ in Markgrafpieske bei Fürstenwalde. Im Zickzack flitzt der Welpe mit seinem Jack-Russel-Raketenantrieb von Hund zu Hund, spielt mit ihnen und bleibt zwischendurch kurz bei seinen zweibeinigen Freunden stehen, um sie zu begrüßen und sich eine Portion Streicheleinheiten abzuholen.

Der kleine Racker, der da über den Hof fegt, ist Artek - ein vier Monate alter, sehr fröhlicher Mischlingsrüde. Seine drei Geschwister haben zwar schon ein neues Zuhause gefunden, aber das scheint ihm nicht die Laune zu verderben. Noch vor wenigen Wochen sah die Zukunft der vier Welpen düster aus. Sie wurden aus dem Milieu des illegalen Welpenhandels aus Polen gerettet.

Tierarzt rät von Kauf der Welpen in und aus Polen ab

„Artek gehört zu den Hunden, die in Polen im weitesten Sinne speziell für Märkte ‚gezüchtet‘ und dann angeboten werden“, erklärt Tierarzt und Tierheimleiter Hasan Tatari. Er sieht die einzige Funktion der sehr jungen Welpen darin, auf das schlechte Gewissen und das Mitleid der potenziellen Käufer einzuwirken, die Geld für die erhoffte Rettung ausgeben. „Den Welpen mangelt es in der Regel an ausreichender Pflege und Ernährung. In Hinterhöfen unter erbärmlichen Bedingungen gezüchtet, werden sie viel zu früh von ihren Müttern getrennt und angeboten“, so der Tierarzt.

Er rät davon ab, diese Hunde zu kaufen oder zu retten, auch wenn es manchen schwerfällt. „Je mehr Hunde man kauft, desto mehr heizt man die Nachfrage an und fördert die Qualzucht der Hunde“, erklärt Tatari. Einige Menschen suchten gezielt nach kleinen Welpen, um sie zu retten, aber er sieht die Befreiung der Hunde und die Eindämmung der Zuchtproblematik ganz klar bei den Behörden. Wer sich für ein Haustier entscheidet, wird sicher bei Tierschutzvereinen oder Tierheimen fündig.

Aufgeweckter Welpe Artek für Familien und Kinder geeignet

Artek ist aufgrund seines freundlichen Wesens auch für Hundeanfänger oder Familien mit Kindern geeignet. Der junge Rüde ist sehr verspielt, neugierig und will noch viel lernen. Mit Artgenossen verhält er sich sehr lieb, freundlich und unkompliziert. Seine neue Familie sollte natürlich genügend Zeit für die Eingewöhnung eines Hundekindes mitbringen.

Möglichkeiten zur Spende:

Sparkasse Coburg Lichtenfels
IBAN: DE 33 7835 0000 0000 202010
BIC: BYLADEM 1 COB

Kleine und große Patenschaften, um die Zukunft der Tiere zu sichern, sind auch möglich. In Form von mehr Teilpatenschaften für die Schützlinge oder Sterntaler-Patenschaften. Mehr dazu finden Interessierte auf der Homepage.

250 große und kleine Tiere auf dem Tierhof bei Fürstenwalde

Seit einigen Wochen lebt Artek mit rund 250 anderen Tieren im Tierasyl, einem Dreiseitenhof zwischen dichten Wald und Feld. Seit 24 Jahren bietet die Einrichtung verschiedenen Großtieren eine letzte, sorgenfreie Heimat. Auf 15 Hektar Weideland leben bis zu 200 Tiere, darunter Pferde, Esel, Schafe, Ziegen und zwei Lamas als Dauergäste, die von 14 Mitarbeitern und zwei Auszubildenden betreut werden.

Kleintiere, wie etwa 70 Hunde und 42 Katzen, werden derzeit zur Vermittlung ausgeschrieben. Werden sie nicht adoptiert, bleiben sie lebenslang in der Obhut des Tierschutzvereins.