Jagen: Neue Ideen im Jagdverband Fürstenwalde

Neuer Vorsitzender: Frank-Peter Schmidt
Anke BeißerDer Jagdverband Fürstenwalde agiert seit kurzem unter neuem Vorsitz. Dr. Frank–Peter Schmidt aus Fürstenwalde, Laborarzt mit eigener Praxis in Berlin und vielen als Eigentümer der Bunkeranlage „Fuchsbau“ in Petersdorf bekannt, hat die Verantwortung für die 286 Mitglieder zählende Vereinigung übernommen.
Der 66–Jährige ist durch seinen Sohn Marcus zur Jagd gekommen, frönt seit 2011 dem waidmännischen Hobby. Dadurch ist er auch zum Waldbesitzer geworden. „Der Wald und die Jagd, das ist für mich pure Erholung.“ Er weiß, dass das Jagdwesen von der Allgemeinheit oft auf das Totschießen von Tieren reduziert wird. Mit seinen Möglichkeiten wolle er an der Wahrnehmung etwas ändern, sagt Schmidt und ist damit bei Zielen, die er mit seinem neuen Amt verbindet.
Naturschutz und Bildungsarbeit
„Naturschutz und Förderung der Kinder– und Jugendarbeit, das sehe ich als zwei Schwerpunkte.“ Für 2020 sei mit der Kinder–Uni Frankfurt ein Angebot „Jagd und Natur“ vereinbart. Zudem werde ein Projekt vorbereitet, bei dem Schüler Blühstreifen für Bienen anlegen. Außerdem will Schmidt alle Jägerschaften und Förstereien sowie den Landrat von Oder–Spree besuchen, um sich vorzustellen und einen Überblick über Aktivitäten, Probleme und Ansprechpartner zu verschaffen. „Es ist wichtig, wenn wir als Verband mehr gefragt werden, wenn es um Jagd und Natur geht. Ich will mich einmischen, auch beim Wolfsmanagement und der Wildhygiene.“ Klingt nach viel Arbeit. „Ohne meine Frau Ines ginge das alles nicht“, weiß er um den Rückhalt in der Familie.