Unterwegs für das Lächeln Ihrer Kinder“, lautet der Slogan, der den Wagen der Geschwister Probst ziert. Drum herum herum herrscht bereits geschäftiges Treiben, schließlich soll am Freitag (9. Oktober) der Herbstjahrmarkt auf dem Fürstenwalder Festplatz in der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße losgehen. Bis zum 18. Oktober können die Fürstenwalder und ihre Gäste auf dem Jump Tower in die Tiefe sausen, vom Riesenrad aus über die Stadt gucken oder sich gemütlich auf dem Kinderkarussell im Kreis drehen.

Arbeitskräfte schwer zu finden

Das Kinderkarussell gehört John Probst. Der 33-Jährige ist gerade dabei, eine Gondel in Form eines roten Rennautos zu montieren. „Hätten die beiden heute nicht spontan mit angepackt, müsste ich alleine aufbauen“, erzählt er und deutet auf zwei Männer. Gegen Ende der Saison Arbeitskräfte zu bekommen, sei ohnehin ziemlich schwierig und das Personal aus Rumänien habe sich bereits neue Jobs gesucht, um irgendwie über die Runden zu kommen, sagt Probst.

Hartz IV beantragt

Corona macht den Schaustellern und ihren Helfern das Leben schwer. Schon die Anreise zu finanzieren, sei nicht einfach gewesen, da alle privaten Ersparnisse aufgebraucht seien, schildert Probst. Um überhaupt weiter bestehen zu können, hätten viele Hartz IV beantragt. „Mich hat die Soforthilfe gerettet“, erzählt Probst. Auch die sieben vorherigen Veranstaltungen, etwa in Schwedt und Hoyerswerda, hätten zur Entspannung beigetragen. „Sie sind auf große Resonanz gestoßen“, sagt der Schausteller.

Desinfektionsspender und Maskenpflicht

Auf den Fürstenwalder Rummel blickt der 33-Jährige voll Optimismus. „Wir haben ein effizientes Hygienekonzept, das die Einhaltung der Corona-Auflagen gewährleistet“. Maximal 1000 Menschen dürfen auf das Gelände. Die Fahrgeschäfte haben feste Ein- und Ausgänge mit installierten Desinfektionsspendern und wenn die Abstände nicht eingehalten werden können, besteht Maskenpflicht (Kleinkinder ausgenommen). Zudem würden die Betreiber selbst stündlich ihre Attraktionen desinfizieren.
John Probst und die anderen Schausteller hoffen trotz der Einschränkungen auf viele Gäste. Und wer weiß, vielleicht können auch sie dann wieder etwas öfter lächeln.

Fürstenwalder Herbstjahrmarkt, 9. bis 18. Oktober, Festplatz, Dr.-Wilhelm-Külz-Straße, täglich ab 14 Uhr geöffnet, Montag, Dienstag, Mittwoch Ruhetag.