Jobs in Fürstenwalde: Welche Branchen am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffen sind

Die Agentur für Arbeit Fürstenwalde hat Weiterbildungsangebote für Arbeitslose.
Diana MaltsevaNach Angaben der Agentur für Arbeit sind im Monat April in Fürstenwalde 1.373 und im gesamten Landkreis Oder-Spree 5.900 Menschen arbeitslos gemeldet. Davon fallen 1.802 Personen auf Arbeitslose nach dem SGB III und 4.098 Personen auf Arbeitslose nach dem SGB II in die Berechnung.
„Auch in Fürstenwalde und dem Landkreis Oder-Spree geht die Arbeitslosigkeit langfristig zurück. Aufgrund der Krisen der letzten Jahre sind wir im Moment aber etwas über Vor-Corona-Niveau“, sagt die Geschäftsstellenleiterin der Agentur für Arbeit Fürstenwalde, Victoria Beilmann.
Unterschied zwischen Arbeitslosen nach SGB III und SGB II
Arbeitslose nach SGB III sind Personen, die arbeitslos gemeldet sind und aufgrund ihrer Beitragszahlungen einen Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III haben. In der Regel handelt es sich um Personen, die zuvor sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren und Arbeitslosengeld I beziehen können.
Arbeitslose nach dem SGB II erhalten dagegen Leistungen nach dem zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II). Die Leistung, früher bekannt als Hartz IV, heißt jetzt Bürgergeld. Diese Personen haben keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I, da sie nicht oder nicht ausreichend in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben. Stattdessen erhalten sie finanzielle Unterstützung vom Jobcenter, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Häufig handelt es sich um Langzeitarbeitslose oder Menschen, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht in der Lage sind, einer regulären Arbeit nachzugehen.
Am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffene Berufsfelder
Im Vergleich zum Vorjahr seit Jahresbeginn zeigen sich einige Berufsfelder besonders betroffen. „Darunter Verkäufer, Servicekräfte (Restaurant), Köche, Baugeräte- und Kranführer, Trockenbauer und Reinigungskräfte“, teilt die Leiterin mit.

Victoria Beilmann, die Leiterin der Arbeitsagentur in Fürstenwalde (Archivbild).
Joachim EggersDie Strategien der Agentur für Arbeit
Die Agentur für Arbeit baue auf einen schnellen, aber auch qualifizierten Einstieg in die Arbeit. Bei den regelmäßigen Terminen werden die Kunden beraten und bei der Suche nach einer langfristigen Arbeitsbeschäftigung aktiv unterstützt. Die Gespräche finden zunehmend digital statt. Es werden nicht nur Privatkunden, sondern auch Betriebe vor Ort beraten, zum Beispiel, wie sie die offenen Arbeits- und Ausbildungsstellen besetzen können, so Beilmann.
Die Rolle von Weiterbildungen
Eine berufliche Weiterbildung leiste einen entscheidenden Beitrag, sagt die Leiterin der Agentur weiter. Da die Anforderungen am Arbeitsmarkt durch die Entwicklung schnell und fortlaufend seien. Somit sei diese für alle, ob arbeitslos oder nicht, von der großen Bedeutung. Dank des Weiterbildungsangebotes entstehe die Möglichkeit für Arbeitssuchende, sich an die Änderungen wie die Digitalisierung, den Technologiefortschritt und die Globalisierung zu optimieren, erklärt Beilmann.
"Somit ist eine berufliche Weiterbildung auch zur Reduzierung von Arbeitslosigkeit entscheidend. Nur so kann dem steigenden Fachkräftemangel begegnet werden", fügt die Leiterin hinzu.
Weiterbildungsangebote bei der Agentur für Arbeit
Die Agentur für Arbeit bietet eine Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten in Form eines (dualen) Studiums oder einer Ausbildung in verschiedenen Berufen an.

