Jugendclub: Feuerwehr nutzt alten Jugendclub

Tische in Hufeisenform: Ortswehrführer Dirk Drews im ehemaligen Jugendclub „Silbermine“
Bernhard SchwieteDass die „Silbermine“, wie das Haus genannt wird, über einen langen Zeitraum nicht genutzt wurde, ist dem Gebäude und dem Grundstück nicht anzusehen. Kein Wunder: Bereits im vergangenen Herbst, noch bevor der Pachtvertrag mit der Gemeinde unter Dach und Fach war, trafen sich die Mitglieder des Feuerwehrvereins dort zu einem Arbeitseinsatz, wie Dirk Drews erzählt. Er ist selber eines der Mitglieder, die fleißig waren. Außerdem ist er Ortswehrführer und Gemeindearbeiter, und er kümmert sich künftig federführend um den alten Jugendclub. „Unter anderem haben wir die Treppe im Garten freigeschnitten“, erzählt er. Im Haus hat der Feuerwehrverein die Sofas aus Zeiten der Nutzung als Jugendclub ausgeräumt und stattdessen Tische und Stühle herbeigeschafft. In Hufeisenform stehen sie nun im kleinen Saal im Gebäude zur Nutzung bereit. Platz für etwa 20 Personen bietet der Raum.
Für 70 Euro pro Tag kann der Jugendclub ab sofort gemietet werden, zum Beispiel für Familienfeiern. „Die ersten zwei Termine im April und im Juni sind schon gebucht. Und wenn sich das neue Angebot erst herumgesprochen hat, werden es sicherlich noch mehr“, sagt Drews. Einen Raum für private Feiern gibt es im Ort zwar bereits mit dem Dorfgemeinschaftshaus. Doch dieses hat nach Ansicht von Drews oft einen Nachteil. Der dortige Saal, der Platz für 80 Personen bietet, sei oft zu groß. Als weitere Pluspunkte des Jugendclubs zählt er auf die Terrasse, auf der auch gegrillt werden kann, und den Garten, in dem Kinder spielen könnten.
Genutzt wird die „Silbermine“ künftig aber auch von der Feuerwehr. Versammlungen des Feuerwehrvereins und die Treffen der Jugendfeuerwehr sollen dort stattfinden. Die Jahresabschlussfeier der Feuerwehr fand bereits im Jugendclub statt, ebenso eine Besprechung im Vorfeld des Weihnachtsbaumverbrennens am vergangenen Wochenende. Damit der Jugendclub für Feuerwehrzwecke optimale Bedingungen bietet, müsste nach Einschätzung von Drews allerdings noch ein Internet–Anschluss angelegt werden. „Dann könnten hier auch die Schulungen für die Aktiven stattfinden“, sagt er.
Bürgermeister und Ortsvorsteher Mike Hemm begrüßt die neue Nutzung des Jugendclubs. „Sonst wäre das Haus irgendwann verfallen“, sagt er. Der nichtöffentliche Beschluss der Gemeindevertretung zur Verpachtung sei einmütig gefallen. Der Vertrag mit dem Feuerwehrverein gilt nach Angaben von Hemm für zunächst ein Jahr. „Wir wollen erst einmal gucken, wie sich das entwickelt“, sagt er. Grundsätzlich spreche aber nichts gegen eine Verlängerung.(bs)