Katze in Fürstenwalde: Kater mit Augen-Fehlbildung operiert – wer nimmt ihn auf?

Im Fürstenwalder Tierheim wird ein Kater mit einem Rolllid-Defekt behandelt. Die Operation hat er gut überstanden. Bald soll er ein neues und liebevolles Zuhause finden.
Susanne Hübscher„Im Tierheim in Fürstenwalde wohnen zurzeit 15 Hunde und 17 Katzen“, sagt Tierheim-Leiterin Christine Matzke. Alle Vierbeiner werden von den Mitarbeitern rund um die Uhr gehegt und gepflegt. Unter ihnen lebt ein verschmustes Tier, das etwas mehr Beachtung benötigt. Ein junger Kater, der am Sonntag (9.6.) einer aufmerksamen Alt Madlitzerin in ihrem Hof gefunden und abgegeben wurde.
Sofort war den Mitarbeitern im Tierheim klar, dass der ungepflegt aussehende Kater nicht nur ein neues Zuhause, sondern vorher erstmal medizinische Behandlung brauche - und das so schnell, wie möglich.
Kater aus Fürstenwalde: Teure Operation am Auge
In der Tierarztpraxis Matzke in Fürstenwalde stellten die Ärzte bei dem schwarz-weißen Kater die Diagnose "Rolllid" fest. „Das ist eine angeborene Fehlbildung bei Tieren. Dabei dreht sich das Augenlied nach innen, wobei die Wimpern und Haare dann am Augapfel scheuern. Das Auge von dem Kater ist sehr schlimm geschädigt worden. Er muss viel Schmerzen gehabt haben. Bei dieser Diagnose hilft nur eine OP. Das Lid bildet sich nicht von allein wieder zurück. Die operierende Ärztin entnahm daraufhin etwas Haut vom Lid und nähte es wieder zusammen. Das linke und schlimmere Auge musste zudem auch abgefräst werden. Im gleichen Atemzug wurde der Kater auch kastriert“, erklärt Matzke. Das Ganze koste ungefähr 1500 Euro inklusive Vor- und Nachsorge.
Kater aus Fürstenwalde sucht bald ein neues zu Hause
„Vor wenigen Tagen wurde der Kater operiert. Nach einer Woche ziehen wir ihm die Fäden. Mitte Juli könnte er in eine neue Familie kommen“, hofft Matzke.
„Es gibt nicht viele Menschen, die einem angeschlagenen Tier ein neues Zuhause geben“, berichtet Matzke. „Wir würden uns sehr freuen, wenn er in ein liebevolles Heim kommt. Der Kater ist sehr verschmust und kennt den Toilettengang. Die OP-Kosten müssen nicht übernommen werden. Wir freuen uns jedoch über eine Spende“, so Matzke.
