Katze in Fürstenwalde: Dem Elend entflohen, aber noch ohne Zuhause

Katze Heidi lebt im Tierheim Fürstenwalde. Sie wurde mit 16 anderen Samtpfoten aus einem Haushalt in Elbe-Elster gerettet. Warum sie noch immer kein Zuhause gefunden hat.
Marcel Gäding- Katze Heidi und Kater Louis wurden aus schlechter Haltung in Elbe-Elster gerettet und leben im Tierheim Fürstenwalde.
- Die beiden Katzen suchen noch immer ein Zuhause, da sie scheu und zurückhaltend gegenüber Menschen sind.
- Von den 17 geretteten Katzen fanden 15 bereits ein neues Heim, Heidi und Louis sind noch ohne Familie.
- Das Tierheim betont, dass die fünfjährigen, kastrierten Tiere Geduld und Verständnis benötigen.
- Fürstenwalder Tierheim: Geöffnet Mo 11–12 Uhr, Fr/Sa 17–18 Uhr, Spendenkonto: IBAN DE97 1705 5050 1000 3686 68.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Katzen sind eigenwillige Tiere. Sie lieben ruhige Ecken, je nach Charakter ausgiebige Streicheleinheiten und jede Menge Schlaf. Das, was Heidi in ihrem Leben bislang widerfuhr, ist aber eher mit Elend zu vergleichen. Denn die Samtpfote lebte zusammen mit 16 Artgenossen in völlig unhaltbaren Zuständen. Weil so gut wie nichts in ihrem früheren Zuhause in Wiederau (Elbe-Elster) artgerecht war, entschied das zuständige Veterinäramt, Heidi und ihre Leidensgenossen in Sicherheit zu bringen.
Es war am 19. Februar 2025, als sich die für Tierschutz zuständige Behörde mit einem Hilferuf an das Tierheim in Fürstenwalde wandte. Gerade hatten die Amtstierärzte ein privates Anwesen räumen lassen, 17 Katzen in Sicherheit gebracht, die sich untereinander vermehrten und sich selbst überlassen waren. Da es aber in der Umgebung keine Auffangstation gab, mussten andere Lösungen für eine artgerechte Unterbringung gefunden werden.
„Die Zustände, in denen Heidi und die anderen Katzen lebten, war desaströs“, blickt Christine Matzke zurück. Die Leiterin des Fürstenwalder Tierheims zögerte nicht lange, stimmte der Aufnahme der in Not geratenen Katzen zu. Denn es sei höchste Zeit gewesen, die Samtpfoten zu retten. Bei der Aktion des Veterinäramts seien seinerzeit auch tote Tiere auf dem Anwesen der einstigen Halterin gefunden worden.
Warum Katze Heidi und Kater Louis noch immer auf ein Zuhause warten
Für die meisten geretteten Tiere begann nach dem Eingreifen der Behörde tatsächlich ein Leben in Geborgenheit, mit Liebe und der entsprechenden Zuwendung. Für 15 Katzen konnte ein schönes, neues Zuhause gefunden werden. Nur Heidi und Kater Louis blieben übrig.
Ein Grund dafür, dass es bislang schwierig war, für Heidi und Louis eine neue, endgültige Bleibe zu finden, könnte in ihrem Verhalten liegen. Denn die beiden fünf Jahre alten Katzen haben bis heute nur wenig Vertrauen zu Menschen. Das zeigt sich unter anderem daran, dass sie sich größtenteils in ihren Höhlen verstecken, wenn sich ihnen ein Interessent in ihrer Katzenstube im Tierheim nähert.

Auch Kater Louis konnte von Mitarbeitern des Veterinäramts in Sicherheit gebracht werden. Wie Heidi sucht auch er ein neues Zuhause in Fürstenwalde.
Marcel Gäding„Heidi und Louis sind sehr schüchtern und scheu“, berichtet Tierheimleiterin Christine Matzke. Nur, wenn ihnen die Pflegerinnen etwas Fressen hinstellt, besteht die Chance, mit den beiden Katzen auf Tuchfühlung zu gehen. „Sie haben ja nie menschliche Zuwendung erfahren“, sagt die Chefin der Fürstenwalder Auffangstation.
Die gechipten und kastrierten Katzen suchen jetzt ein Zuhause, in dem Zeit und Verständnis für traumatisierte Tiere dieser Art gefordert sind. „Gesundheitlich sind sie stabil“, verrät die Tierheimleiterin. Nur eben was die Beziehung zwischen ihnen und ihren künftigen Menschen betrifft, sei Geduld gefragt und unbedingt erforderlich. Auch wenn die Katzen bereits fünf Jahre alt sind, könnten sie sich noch an Menschen gewöhnen, sind sich die Fürstenwalder Tierheimmitarbeiter sicher.
Tierheim Fürstenwalde: Öffnungszeiten/ Spenden
Im Tierheim Fürstenwalde suchen viele Hunde und Katzen dringend ein neues Zuhause.
Geöffnet ist geöffnet Mo 11-12 Uhr, Fr/ Sa 17-18 Uhr. Adresse: Berkenbrücker Chaussee 10, 15517 Fürstenwalde, Telefon 03361 2862, E-Mail: kommunikationszentrum@matzkeundpartner.de
Die Arbeit des Tierheims wird mit Spenden finanziert. Spendenkonto:
IBAN: DE97 1705 5050 1000 3686 68

