Nachtpokal
: Niederjesar schlägt Favoriten

17 Männerteams kamen ins Stadion. Zuschauer erlebten spannende Wettkämpfe.
Von
Doris Steinkraus
Seelow
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  • Schläuche schnappen und dann los: Die Libbenicher hatten mehr vor, landeten im Vorlauf auf Platz zehn, hatten den Einzug ins Finale mit ihren 36,07 sec knapp verpasst. Im August sind sie Gastgeber der Kreismeisterschaften im Feuerwehrsport.

    Schläuche schnappen und dann los: Die Libbenicher hatten mehr vor, landeten im Vorlauf auf Platz zehn, hatten den Einzug ins Finale mit ihren 36,07 sec knapp verpasst. Im August sind sie Gastgeber der Kreismeisterschaften im Feuerwehrsport.

    Johann Müller
  • Jede Sekunde zählt: Die Frauen aus Groß Muckrow zeigten, dass sie es mit den Männerteams aufnehmen können.

    Jede Sekunde zählt: Die Frauen aus Groß Muckrow zeigten, dass sie es mit den Männerteams aufnehmen können.

    Johann Müller
  • Mix-Team: Felix Grohn startete für Alt Tucheband/Sachsendorf

    Mix-Team: Felix Grohn startete für Alt Tucheband/Sachsendorf

    Johann Müller
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Gegen 22.30 Uhr hallen Jubelschreie durch die Sparkassenarena. Mit diesem Team als Sieger hatte keiner gerechnet. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Niederjesar holen den 16. Seelower Nachtpokal. Weder die Favoriten aus Genschmar noch die ebenfalls hoch gehandelten Gäste aus Günthersdorf (Oder–Spree) können an diesem Abend den Niederjesaern mit ihrer Zeit von 26,60 Sekunden den Sieg streitig machen. Die Kleinen machen  das Rennen. Denn mit Ortwig (26.69 sec) landet ein zweites Team, das nicht unbedingt zu den Titelanwärtern gehörte, auf Platz zwei. Lediglich die Uckermärker aus Boitzenburg (27.24 sec) kommen dicht ran. 17 Männermannschaften waren gekommen.

Wenig im Vergleich zu den Hochzeiten des Nachtpokals, wie Stadtbrandmeister und Hauptkampfrichter Candy Schmiedeke zur Eröffnung bedauerte. In Spitzenzeiten kämpften 50 Männer– und acht Frauenteams um den Pokal. „Auch darin zeigt sich, dass die Feuerwehren Sorgen haben mit jugendlichem Nachwuchs“, sagte er. Denn es sind vor allem die 20– bis 40–Jährigen in den Wehren, die bei dem immer anspruchsvoller werdenden Feuerwehrwettkämpfen mitmischen können. Mehrere Teams kamen denn auch als gemischte Truppe. Sportler aus benachbarten Wehren hatten sich zusammengeschlossen, um überhaupt antreten zu können. Bürgermeister Jörg Schröder dankte den Mitgliedern der gastgebenden Wehr, dass sie dennoch am Wettbewerb festhalten.

Der bedeute einen hohen organisatorischen Aufwand, sei aber Jahr für Jahr ein großer Gewinn für die Stadt. Sein Wunsch, dass alles pannenfrei über die Bühne gehen möge, erfüllte sich. Die Vorrunde ging auf drei Bahnen schnell über die Bühne. Von den 17 Wehren qualifizierten sich die neun mit den besten Zeiten für das Finale. Das waren Boitzenburg, Golzow, Zechin, Genschmar, Niederjesar, Zinndorf, Ortwig, Treplin und Günthersdorf. Ausscheiden mussten die Mannschaften aus Zeschdorf, Müncheberg, Libbenichen, Heinersdorf, Groß Neuendorf, Groß Muckrow (Friedland – Oder–Spree) sowie die gemischten Teams Gusow–Platkow–Seelow und Altucheband–Sachsendorf.

Weitere Ergebnisse Finale: Günthersdorf 27,29 sec, Genschmar 31,52 sec, Zechin 33,81 sec, Golzow 36,04 sec, Zinndorf 38,49 sec, Treplin 1:16,35 min.

Fest stand hingegen schon zu Beginn des Wettkampfes, an wen der Pokal bei den Frauen gehen wird. Nur die Vorjahressieger aus Groß Muckrow waren angetreten. Sie sprinteten „geradezu gazellenhaft“ — O–Ton des langjährigen Moderators Hartmut Sommer — über den Rasen und trafen so schnell wie nur wenige Männerteams. Allerdings hakte es mit der Pumpe, so dass am Ende eine Zeit von einer Minute gestoppt wurde. Zwar konnte ihnen niemand den Pokal nehmen, doch die Frauen bewiesen Ehrgeiz, wollten unbedingt noch einen zweiten Lauf. Den absolvierten sie in 29,11 Sekunden, blieben damit allerdings auch unter ihrer Bestzeit. Die 23 Sekunden, die Insider als Mindestzeit für den Sieg vorgegeben hatten, knackte an diesem Abend kein Team.