Natur
: Elch nahe der A12 bei Friedersdorf gesichtet

Eigentlich dient die Kamera des Landesamtes für Umwelt Brandenburg dazu, Wölfe zu finden. Nebenbei werden manchmal Elche entdeckt.
Von
Bernhard Schwiete
Spreenhagen
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Am Abend des 17. September nahe der A 12 von einer Kamera aufgenommen: eine Elchkuh

Horst Türschmann

Horst Türschmann aus Woltersdorf ist ehrenamtlich als Wolfsbeauftragter für das Landesamt für Umwelt (LfU) tätig. Ein großes Gebiet überwacht er, es reicht von der A10 bis zur Oder, von Müncheberg im Norden bis Alt Stahnsdorf im Süden. Als er dieser Tage die Aufnahmen einer Kamera sichtete, machte er eine Entdeckung: Kein Wolf war auf den Bildern zu sehen, dafür aber ein Elch. Am 17. September, kurz vor 23 Uhr, hielt sich das Tier im Raum Friedersdorf auf, südlich der A12, wie Peter Peuker mitteilt, der für das LfU Elchbeobachtungen erfasst. Genauer werde der Standort der Elchsichtung nicht mitgeteilt; man wolle nicht, dass Unbefugte sich an den Kameras zu schaffen machen.

2019 Elchbulle bei Spreenhagen entdeckt

Ein Wolf sei dort noch nie entdeckt worden, sagt Türschmann. Der Elch, ein weibliches und vermutlich noch eher junges Tier, sei ein Zufallstreffer gewesen. Elchsichtungen kommen aber immer wieder vor, berichten Türschmann und Peuker. Eine Kamera des Wolfsmonitorings habe im Juni vergangenen Jahres nördlich der Autobahn, nahe Spreenhagen, einen Elchbullen aufgenommen. Außerdem entdeckten Passanten in diesem Jahr bei Fünfeichen und bei Müllrose ein Tier. „Neben unseren eigenen Beobachtungen sind wir auch auf Meldungen aus der Bevölkerung angewiesen“, sagt Türschmann. Er freue sich über Hinweise zu Sichtungen von Tieren, aber auch zum Fund von Losungen oder Wildtierrissen. Erreichbar ist er per Telefon unter 0173 9717064 und per E–Mail an horst-tuerschmann@arcor.de.