Naturschauspiel
: Bunte Baumblüten in Fürstenwalde

Fürstenwalde hat im Frühjahr einiges an Vielfalt zu bieten. Ein Blick auf besondere Gehölze mit dem Baumexperte Thomas Schmidt.
Von
Andreas Schmaltz
Fürstenwalde
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  • Viele Bäume und auch besondere Gehölze wachsen in Fürstenwalde. Die Stadt an der Spree hat nicht nur den zweitgrößten Stadtforst in den neuen Bundesländern, sondern kann auch auf Raritäten verweisen. Im Stadtgebiet blühen jetzt einige der Exoten. Die besonderen Gehölze kennt der städtische Baumexperte Thomas Schmidt besonders gut.

    Viele Bäume und auch besondere Gehölze wachsen in Fürstenwalde. Die Stadt an der Spree hat nicht nur den zweitgrößten Stadtforst in den neuen Bundesländern, sondern kann auch auf Raritäten verweisen. Im Stadtgebiet blühen jetzt einige der Exoten. Die besonderen Gehölze kennt der städtische Baumexperte Thomas Schmidt besonders gut.

    Andreas Schmaltz/MOZ
  • Steinweichsel (Prunus Mahaleb): Der ursprünglich in Südosteuropa und Südwestasien beheimatete Baum blüht zwischen April und Mai. Die Blüten sind in duftenden Doldentrauben angeordnet.

    Steinweichsel (Prunus Mahaleb): Der ursprünglich in Südosteuropa und Südwestasien beheimatete Baum blüht zwischen April und Mai. Die Blüten sind in duftenden Doldentrauben angeordnet.

    Andreas Schmaltz
  • Wintergrüne Eiche (Quercus x turneri Pseudoturnerian): Die Blätter des Baumes, der eine Kreuzung aus Stiel- und Steineiche ist, bleiben im Winter grün. Erst beim Austrieb der jungen Blätter fallen die alten ab.

    Wintergrüne Eiche (Quercus x turneri Pseudoturnerian): Die Blätter des Baumes, der eine Kreuzung aus Stiel- und Steineiche ist, bleiben im Winter grün. Erst beim Austrieb der jungen Blätter fallen die alten ab.

    Andreas Schmaltz
  • Gefülltblühende Rosskastanie (Aesculus hippocastanum Baumannii): Die Unterart Baumannii ist eine sterile Form ohne Früchte. Hierdurch ist der Baum besonders gut geeignet zur Anpflanzung in Straßen und Alleen.

    Gefülltblühende Rosskastanie (Aesculus hippocastanum Baumannii): Die Unterart Baumannii ist eine sterile Form ohne Früchte. Hierdurch ist der Baum besonders gut geeignet zur Anpflanzung in Straßen und Alleen.

    Andreas Schmaltz
  • Hellrosa Nelkenkirsche (Prunus serrulata, Pink Perfection): Die Japanische Zierkirsche blüht von April bis Mai mit weiß-rosa Blüten. Durch ihre wenig ausladende Wuchsform eignet sie sich gut für Gärten.

    Hellrosa Nelkenkirsche (Prunus serrulata, Pink Perfection): Die Japanische Zierkirsche blüht von April bis Mai mit weiß-rosa Blüten. Durch ihre wenig ausladende Wuchsform eignet sie sich gut für Gärten.

    Andreas Schmaltz
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Thomas Schmidt von der Fachgruppe Straßen und Grünflächen der Stadt kennt sie alle, weiß um Besonderheiten und Vorlieben der Bäume.

Startpunkt ist der Grasnickbrunnen. Dort steht eine Steinweichsel (Prunus Mahaleb), die mit ihren duftenden weißen Blüten für mehrere Wochen den Platz verschönert. Bereits vor 120 Jahren zierte eine Steinweichsel den Ort. In den 1960er Jahren wurde nachgepflanzt. Das jetzige Exemplar befindet sich dort seit 2012. „Die Steinweichsel ist ein kurzlebiger Baum“, erklärt Schmidt. Sie erreicht ein Alter von 60 bis 80 Jahren und stammt ursprünglich aus Südosteuropa. Im Fürstenwalder Stadtgebiet sind mehrere Steinweichseln gepflanzt worden. „Das Interessante ist, dass sie nicht zur gleichen Zeit blühen“, sagt Schmidt. Der Baum sei eine schöne Insektenweide. „In zehn bis 20 Jahren wird es ein echter Hingucker.“

Am Goetheplatz wartet ein Amerikanischer Amberbaum (Liquidambar Styraciflua). „Amberbäume werden verstärkt an Straßen gepflanzt, da sie gut mit Trockenheit zurechtkommen“, sagt Schmidt. Aus dem Baum lässt sich Storax gewinnen. Das duftende Harz findet meist Verwendung in der Parfümindustrie und wurde früher auch zur Herstellung von Kaugummi verwendet.

Weiter geht es in der Verlängerung des Platzes vorbei an zwei „politischen Bäumen“, wie Schmidt sie nennt. Die beiden Stieleichen (Quercus robur) gehören mit 150 bis 200 Jahren zu den ältesten Bäumen der Stadt. Die Debatte um eine geplante Straßensanierung konnte ihnen nichts anhaben.

Nächster Halt ist ein 2012 gepflanzter Amerikanischer Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera). Er trägt seinen Namen wegen der großen, grün–gelblichen Blüten. An diesem Exemplar sind noch keine zu entdecken. „Er braucht eine gewisse Standzeit, bis er Blüten ausbildet“, erklärt Schmidt. Doch er sei schon schön gewachsen. Daneben steht jedoch eine Traubenkirsche (Prunus padus) in voller Blüte. Ihre weißen Blüten sind in Form von Doldentrauben angeordnet.

Im Park der Jahreszeiten geht es vorbei an einer Gefülltblühenden Rosskastanie (Aesculus hippocastanum Baumannii) und einer Zierkirsche mit dem Namen „Pink Perfection“ zur letzten Station, den Wintergrünen Eichen (Quercus x turneri Pseudoturnerian) an der Frankfurter Straße. „Die sehen jetzt etwas schlecht aus“, sagt Thomas Schmidt, „doch sie behalten im Winter ihre Blätter.“ Bald werden neue wachsen.