Pflege in Fürstenwalde: Vortrag über Alzheimer und Demenz – Facharzt gibt Tipps

Wie war das Wort nochmal? Wer regelmäßig vergessliche Momente hat, hat oft Sorge, dass sich eine Alzheimer-Erkrankung anbahnt. Dazu gibt es in Fürstenwalde einen Vortrag. Wer darf teilnehmen?
Patrick Pleul/dpa„Ich kann mich nicht erinnern“. Wenn der Alltag immer mehr durch Vergesslichkeit geprägt wird, sorgt das bei den Betroffenen oftmals für Frust. Und bei den Angehörigen für Wut und Verzweiflung, wenn man alles mehrmals wiederholen muss. Wer sich in Fürstenwalde und Umgebung langsam Sorgen macht, an Alzheimer oder Demenz erkrankt zu sein, kann sich an einen Facharzt wenden. Oder sich unverfänglich vorab Tipps und Erklärungen holen. Dafür bietet die Fürstenwalder Informations- u. Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen (F.I.K.S) in Stadtmitte im Oktober einen besonderen Vortrag an.
Diplom-Mediziner Fischer gibt Tipps und Hinweise
„Es gibt in unserer Alzheimer-Demenz-Gruppe den Wunsch, dass Thomas Fischer mal einen Vortrag bei uns hält“, informiert Anett Spillmann, die Leiterin der F.I.K.S., auf Nachfrage von MOZ.de. Der Diplom-Mediziner ist Facharzt für Neurologie und Psychiatrie und hat im Verbund des Helios-Klinikums Bad Saarow seine Zweigpraxis am Fürstenwalder Stadtpark.
Stattfinden wird die Veranstaltung in den Räumen der Selbsthilfekontaktstelle am Montag, 16. Oktober, um 17 Uhr. „Diesen Zeitpunkt haben wir bewusst gewählt, damit am Vortrag auch Erwerbstätige teilnehmen können“, sagt Annett Spillmann und fügt, an, der Mediziner werde zuerst über die verschiedenen Formen von Alzheimer und Demenz aufklären.
Fragen-Antwort-Runde geplant
Im Anschluss ist in lockerer Form auch eine Frage-Antwort-Runde geplant. Dabei können die Besucher direkt mit dem Mediziner ins Gespräch kommen, führt die Berkenbrückerin weiter aus. Ab wann es sinnvoll ist, sich auf Alzheimer und Demenz testen zu lassen und wo, das wird dabei ebenso erklärt, wie die Frage, welche Anzeichen der Erkrankung nicht unbeachtet werden sollten. Offen ist die Veranstaltung für jedermann – nicht nur für Senioren. Auch Familienmitglieder, die sich Sorgen machen, dass mit den Großeltern etwas nicht stimmt, seien willkommen.
Tipps zur Selbsthilfe und für Anlaufstellen
Es gibt Tipps zur Selbsthilfe, aber auch Hinweise, an welche Stellen man sich für Hilfe wenden kann. „Ab wann ist ein Umzug in ein Heim nötig“, bringt Annett Spillmann als Beispiel. Selbst wenn der Alzheimer-Patient in einer Einrichtung verstorben ist, brauchen viele Angehörige noch Hinweise, wie schnell sie beispielsweise das Heim zu räumen haben.
Was sich die F.I.K.S.-Chefin Spillmann auch vom Vortrag verspricht, ist weiterer Zulauf zur Selbsthilfegruppe Alzheimer-Demenz.
Selbsthilfegruppe trifft sich monatlich
„Vielleicht kommt der eine oder andere Besucher gerne zu unseren regelmäßigen Gruppentreffen in Zukunft.“ Diese Zusammenkunft der Betroffenen mit ihren Angehörigen findet am letzten Montag im Monat statt – um 14 Uhr in den Räumen der F.I.K.S.

Ansprechpartnerin für viele Belange: Annett Spillmann ist Chefin der Fürstenwalder Informations- und Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen (F.I.K.S.) in der Wilhelmstraße 47c.
Kerstin Schreiber„Dort sind längst nicht nur aktuell Betroffene dabei, die sich in Gemeinschaft gern mal die Probleme von der Seele reden, sondern auch Angehörige von längst verstorbenen Alzheimer-Patienten, die sich nach Jahren in der Gruppe immer noch sehr gut aufgehoben fühlen. Da sind echte Freundschaften auch über die Krankheit hinaus entstanden“, sagt Anett Spillmann.
Um für den Alzheimer-Vortrag am 16. Oktober besser planen zu können – die Plätze in den Räumen des F.I.K.S.-Vereins sind begrenzt – wird um Voranmeldung unter Tel. 03361 2796 gebeten. Eintritt ist frei.


