RE1 Berlin - Frankfurt (Oder): Kein Streik bei der ODEG – die Züge sollen fahren

Der RE1 wird am Tag der Bauern-Proteste, am Montag (8.1.), rollen und Fahrgäste zwischen Berlin, Erkner, Fürstenwalde und Frankfurt (Oder) transportieren. Eine Sprecherin des Betreibers ODEG geht davon aus, dass die Züge rollen. (Symbolfoto)
Patrick Pleul/dpaWie komme ich am Montag (8. Januar) angesichts der anstehenden Proteste und Blockaden von A nach B? Komme ich zur Arbeit, zum Arzttermin – diese Frage beschäftigt gerade viele Menschen auch in Erkner, Fürstenwalde und Frankfurt (Oder). MOZ.de hat bei der ODEG nachgefragt, was der Betreiber der viel genutzten Linie RE1 für diesen Tag plant.
„Wir fahren auf jeden Fall und streiken nicht“, antwortet Dietmute Graf, die Leiterin des Bereiches Marketing und Kommunikation der ODEG auf die Frage von MOZ.de und ergänzt, dass dies auch bei vorherigen Bahnstreiks so gewesen sei. Begründung: Die ODEG habe einen eigenen Haustarifvertrag.
Allerdings sei das Unternehmen an die vorhandene Infrastruktur rund um die RE-1-Strecke gebunden und wenn dort in Stellwerken oder bei Fahrdienstleistern gestreikt werde, dann sei man schon doch auch betroffen. Aber noch, so betont die Pressesprecherin, gebe es aktuell auch noch keine Hinweise auf einen eventuellen GDL-Ausstand ab Montag (8. Januar).
Keine längeren ODEG-Züge beim RE1 möglich
Die Frage, ob die ODEG in Anbetracht gesperrter Autobahnzufahrten, geplanter Fahrzeugstreik-Kolonnen und eventuell deutlich mehr ÖPNV-Nutzer noch längere Züge als üblich einsetzen könne, verneint sie. Das gebe der vorhandene Fuhrpark nicht her – und außerdem seien auf der RE-1-Strecke schon sehr lange Wagenaneinanderreihungen unterwegs. Außerdem seien auch die Bahnsteiglängen zu berücksichtigen.

